Heute möchte ich kurz über einen ersten Versuch der Erstellung eines TimeLapse Videos berichten.

Was ist ein TimeLapse Video?

Zuerst einmal hilft das Wörterbuch. Timelapse wird mit Zeitraffer übersetzt.
Es wird in diesem Fall kein Film mit einer Videokamera aufgezeichnet. Es werden in bestimmten Abständen Einzelbilder mit einem Fotoapparat gemacht. Im Anschluss werden diese Bilder mit spezieller Software zusammengesetzt. So entsteht ein Zeitraffer Effekt. Alles läuft schneller als in Realität ab.

Wozu nun das Ganze?

Besonders interessant ist dieser Effekt in der Natur. Viele Bewegungen laufen über einen langen Zeitraum und sehr langsam ab. Auf einem Video mit normaler Geschwindigkeit sind diese Bewegungen teilweise kaum sichtbar. In einem Zeitraffer Video jedoch kommen diese Bewegungen teilweise sehr gut zur Geltung. Zum Teil erkennt man erst durch einen Zeitraffer gewisse Dinge richtig.

Was benötigt man dazu?

Als erstes mal einen Fotoapparat. Ein ordentliches Stativ. Einen Fernauslöser mit Timerfunktion. Und natürlich jede Menge freien Speicher auf der Speicherkarte in der Kamera.

Ich habe nun gestern Abend all diese Zutaten mal zusammengewürfelt und versucht, die Wolkenbewegung vor dem hell leuchtendem Mond einzufangen.
Dazu habe ich entsprechend die Kamera auf dem Stativ ausgerichtet und anschließend habe ich einige Testfotos gemacht. Man muss ja einen Belichtungskompromiss zwischen den dunklen Wolken und dem hellen Mond finden. Autofokus wird deaktiviert und es wird ein fester Wert eingestellt. Gerade bei Fotos gegen den recht dunklen Himmel würde die Kamera häufig im Autofokus nicht fokussieren können. Dann würden unterm Strich Bilder in der Sequenz fehlen.Ich habe dann also mein Objektiv + Kamera entsprechend eingestellt.

24mm Brennweite
F/3.5
ISO-400
Belichtungszeit 2 Sekunden

Jetzt muss man ungefähr berechnen, wie viele Bilder man benötigt und muss seinen Fernauslöser mit Timerfunktion programmieren. In meinem Fall war es wie folgt. 10 Sekunden Pause, 2 Sekunden Belichtung, 10 Sekunden Pause, 2 Sekunden Belichtung …. usw.. Das Ganze für 400 Bilder. Das würde bedeuten, das man für diese Sequenz die Kamera 80 Minuten aufstellen muss.
Das war bei mir gestern Abend auch der Fall. Jedoch zog es nach gut 50 Minuten komplett zu. Dann habe ich nach knapp 300 Bildern den ersten Versuch beendet.
Das klingt auf den ersten Blick viel. Jedoch genügt diese Aufzeichnung von 300 Bildern gerade mal für ein Video mit 11 Sekunden länge.
Trotz allem kann man im finalen Film sehr gut den Sinn von solchen Timelapse Videos erkennen.

Appropos Film. Wie kommen denn die Bilder in einen Film?

Hier gibt es wieder viele Möglichkeiten. Unterschiedliche Software steht dazu zur Verfügung. Von Freeware bis hin zu recht teuren Exemplaren.
Ich habe mich dazu entschieden eine Software namens LRTimelapse zu verwenden. Diese nutzt Schnittstellen zu Adobe Lightroom. Man benötigt also beide Programme. Es hat jedoch den Vorteil, das man im Lightroom die Bilder, und somit den Film, schön bearbeiten kann.

Nun möchte ich natürlich noch das erste Timelapse Video zeigen. Wie gesagt, nix wildes. Ein kurzes Schnippselchen. Man kann sich dieses auch in 4k Auflösung anschauen.

TimeLapse – der erste Versuch

In unserem Forum kann fleißig über das Thema diskutiert werden. KLICKE HIER um zum Forenbeitrag zu kommen.

Kommentar verfassen