Wie man ja in meinem Facebook Status sehen konnte habe ich Donnerstag die Tesla Niederlassung in München besucht. Das ganze im Rahmen einer Veranstaltung von Aruba Networks.
Nun, dabei ging es eigentlich um Wireless Netzwerke und all so Netzwerk IT Kram. Das soll aber jetzt hier gar nicht weiter betrachtet werden. Da ich mich zu arbeitszwecken schon immer mit IT beschäftigen darf muss ich nicht auch hier noch darüber schreiben. Zum anderen ist dieses Thema ja auch recht speziell und hat auch nichts mit dem Netgear WLan Accesspoint neben dem Sofa  zu hause zu tun.
Vielmehr hatte Aruba einen sehr interessanten Ort für die Veranstaltung ausgesucht. Man baute kurzerhand einen Teil der Tesla Niederlassung in München zu einem Seminarraum um. So hörten wir uns interessante Vorträge eben mal nicht im Seminarraum von Hotel XY, sondern direkt neben dem Tesla Model S an.

Tesla 01 Tesla 02So, nun genug der Einleitung. Jetzt schwenke ich mal so langsam zum eigentlichen Thema. Tesla. Und speziell dann noch in Richtung Model S.
Was ist Tesla? Diese Frage stellen sich immer noch recht viele Leute. Bisweilen muss man noch damit anfangen das Tesla Autos baut. Der ein oder andere bringt den Namen Tesla auch mit der Einheit der magnetischen Flussdichte in Verbindung. Es soll hier aber um ein Auto von Tesla Motors gehen. Ein Unternehmen welches 2003 in Kalifornien gegründet wurde und sich ausschließlich dem Bau von Autos mit Elektroantrieb verschrieben hat.
Im Jahr 2012 kam das Model S auf den Markt. Eine vollwertige Reiselimousine mit Elekroantrieb.
Im Rahmen der gestrigen Veranstaltung hatte ich die Gelegenheit mir das alles etwas genauer anzuschauen, erklären zu lassen und natürlich auch ein mal damit zu fahren. Und darüber möchte ich jetzt einfach berichten. Was sind meine Eindrücke zu diesem Fahrzeug.

Tesla Model S. 4,97m lang, 2,18m breit. Das sind stattliche Ausmaße. Ein 5er BMW ist zum Beispiel 7cm kürzer. Nur um einen Eindruck von der Größe des Model S zu bekommen.
Die Größe ist in einer, wie ich finde, recht ansprechenden Karosserieform verpackt. Wenngleich alles auch ein wenig dynamischer und auch gern etwas optisch präsenter sein dürfte. Dem Auto ist auch eine gewisse Ähnlichkeit zum Jaguar XF nicht abzusprechen. Besonders, wenn man den Tesla dann noch in Dunkelgrün lackiert hat. Sei es drum. Äußerlich ist das Model S ein von einem konventionellem Auto nicht zu unterscheidendes Auto.
Sehr schön finde ich die Rückspiegel. Die Form und die Halterung sind schon chic. Und natürlich die rahmenlosen Türen. Das verleiht dem ganzen noch etwas mehr Coupé Charakter. Stark wirken auch die 21 Zoll Felgen „Turbine Grau“. Besonders an einem weißen Model S.

Tesla 03Tesla 14Ein Hingucker sind natürlich auch die Türgriffe. Diese sind komplett versenkt. Drückt man leicht daran fahren sie raus und man kann sie bedienen. Eine nette, abgefahrene Spielerei. Ob das aber nicht auf Dauer nervt? Ich kann es nicht beurteilen.
Gehen wir weiter in den Innenraum.
Der sieht an sich ganz normal aus, wäre da nicht der große hochkant eingebaute 17 Zoll Monitor in der Mittelkonsole. Dieser verleiht dem Tesla Model S ein besonderes Aussehen und ein besonderes Flair im Innenraum. Er ist eigentlich der erste Punkt, an dem man merkt in einem „anderen“ oder „besonderem“ Auto zu sitzen. Alles andere im Innenraum tritt da erstmal in den Hintergrund.

Tesla 10 Tesla 11Das Model S ist ein Auto, was weitgehend ohne jeden Schalter im Innenraum auskommt. So gut wie alles wird zentral über diesen großen Touchscreen bedient. Klimatisierung, Fahrzeugsetup, Navigation, Internet bis hin zur Sitzheizung. Es gibt keinen herkömmlichen, haptischen Schalter mehr. Lenkrad, Lenkstockhebel, Fensterheber und Warnblinkschalter mal ausgenommen. Also schon ein alternatives Bedienkonzept.
Ist dieses Konzept nun besser als das alt bekannte? Schwer zu sagen. Diese Kommandozentrale hat den Vorteil das man nicht nach Schaltern suchen muss. Es ist immer alles an einer Stelle vorhanden. Die Funktion kann umfangreich beschrieben werden, direkt bei der Bedienung. Man muss nicht in Handbüchern lesen. Es ist alles groß und sehr gut lesbar. Im Zweifelsfall kann man sicher dafür sorgen, das diese Bedieneinheit noch optisch angepasst werden kann.
Jedoch ist das Bedienkonzept auch noch verbesserungswürdig bzw. es hat auch einige Ungereimtheiten.
Zum einen fehlt natürlich jede haptische Verbindung. Kann man einen Schalter noch quasi blind ertasten muss man bei jeder Interaktion schon auf dieses Display schauen. Blind bedienen ist eher schwierig. Das lenkt dann schon ab. Auch musste ich etwas über die Sitzheizung schmunzeln. Das ist ja ganz nett, das man die Sitzheizung für alle 5 Sitze auf diesem Display aktivieren kann und muss. Jedoch haben die Passagiere auf den hinteren Sitzen keine eigene Möglichkeit das zu bedienen. Da wäre dann wenigstens ein kleiner Schalter für die Sitzt hinten nicht schlecht. Mit der Klimatisierung verhält es sich genau so.
Für Navigationsaufgaben ist das große Display natürlich spitze. Obwohl die Infos auch im Display vor dem Fahrer eingeblendet werden. Auch die allgemeine Bedienung ist schon cool. Obwohl ich diese nicht als ergonomisch perfekt ansehen würde.
Platztechnisch sieht es im Model S ganz gut aus. Auf den vorderen Plätzen ist reichlich Platz. Etwas knapp wird es bei der Kopffreiheit. Wenn das Glasdach verbaut ist geht doch einiges an Innenhöhe verloren. Das Bild spitzt sich auf den hinteren Plätzen zu. Die abfallende Dachlinie sorgt für noch weniger Kopffreihei. Es geht aber. Für die Beine ist auch hinten ausreichend Platz.
Keine große Offenbarung sind die Sitze. Die Sitze vorn sind elektrisch Verstellbar. Ohh, da fallen mir noch ein paar Knöpfe ein. Die Sitzverstellung geht nicht über das Zentraldisplay. Es befinden sich, zugegebenermaßen billig und wackelig wirkende, Knöpfe und Wippen an der Sitzseite. Hauptproblem der Sitze ist eine unzureichende Ausformung. Der Seitenhalt ist mäßig. Die Sitzfläche ist viel zu kurz und die integrierte Kopfstütze ist zu niedrig. Das sind Dinge die man aber bei Tesla erkannt hat. Es gibt eine neue Sitzgeneration die an genau diesen Stellen abhilfe verspricht.

Tesla 15 Tesla 13Die Rückbank zählt jetzt auch nicht gerade zu den bequemsten Sitzen die ich bisher kennen lernen durfte. Aber es ist sicher guter Durchschnitt.
Wer auf den hinteren Plätzen Ablagemöglichkeiten sucht wird kaum fündig werden. Derartige Plätze sind Mangelware. Und auch vorn sieht es damit nicht sehr gut aus. Da es keine Mittelkonsole gibt, befindet sich zwar ein großes Ablagefach an dieser Stelle. Jedoch ist das eher ein großes Loch. Man mag da zwar allerlei, und davon viel, Zeug rein bekommen. Aber ich mag mir nicht vorstellen wie das dann alles klappert, scheppert und knistert wenn man mal um eine Kurve fährt, beschleunigt oder bremst. Und das war es dann schon an Ablagen. Das Handschuhfach ist auch nicht allzu groß. Realistisch liegen da die Bordunterlagen und die Warnweste drin. Voll.
Der Kofferraum ist sehr groß. Das lässt kaum Wünsche offen. Zumal es ja noch einen zweiten, etwas kleineren, Kofferraum unter der Frontklappe gibt. Motorhaube ist da ja das falsche Wort. Gesamt hat das Model S mehr Laderaum zur Verfügung als zum Beispiel ein 5er BMW Touring. Natürlich kommt er was die Nutzbarkeit und Variabilität angeht nicht an einen Touring ran. Aber das muss er ja auch nicht.

Kommen wir jetzt mal zum wichtigsten Punkt. Wie fährt denn nun so ein Tesla Model S?
Schauen wir zuerst mal auf die nackten Zahlen. Ich hatte das Vergnügen in einem Model S P85+ zu fahren.

Tesla 04 Tesla 05 Tesla 06Das schaut schon sehr beeindruckend aus. 310kW / 421PS. 600 Nm Drehmoment vom Stand weg. Beschleunigung 0-100km/h in 4,4 Sekunden. Absolute Sportwagenwerte. Und damit bewirbt Tesla dieses Auto auch.
Man berührt die Türgriffe, diese fahren raus. Der Schlüssel kann in der Tasche bleiben. Natürlich verfügt das Auto über ein Keyless Go System. Sobald die Tür geöffnet wird erwacht das Model S zum Leben. Das große Display in der Mittelkonsole geht an. Der Tacho, auch ein Display, startet ebenfalls. Hinsetzen, Tür schließen, anschnallen. Und nun? Ganz einfach. Bremse treten. Damit wird quasi die Zündung eingeschaltet. Jetzt muss man nur noch den Automatikwahlhebel, der sich da befindet wo man den Scheibenwischer vermuten würde, auf D stellen und schon kann man losfahren. Das alles geht voll und ganz geräuschlos von statten. Wie man es eben auch von anderen Elektrofahrzeugen kennt.
Das große „Ohhhh…“ kommt, wenn der Fahrer das erste Mal das Gaspedal etwas zu forsch drückt. Anders als bei einem Auto mit Verbrennungsmotor muss nicht erst ein Getriebe die Gänge sortieren um den Motor auf Leistung zu bringen. Der Tesla schießt augenblicklich, ohne wirklich wahrnehmbare Geräuschentwicklung, voran. Das ist wirklich beeindruckend. Wenn man zusätzlich bedenkt, das dieses Fahrzeug ein Leergewicht von 2,1 Tonnen auf die Waage bringt.
Wo Licht, da auch Schatten. Diese Beschleunigung hält bis ca. 100km/h wirklich großartig durch. Danach fällt diese spürbar ab. So großartig der 0-100km/h Wert von 4,4Sekunden auch ist. Tesla gibt sicher nicht ohne Grund keinen 0-200km/h Wert an. Das ich mir dieses Verhalten nicht nur einbilde wurde zum einen von anderen Fahrern auch bestätigt. Zum anderen kann man es in diesem Youtube Video auch sehen. Ab 160 ist das alles nicht mehr so Flott. Aber klar, bis 130 ist das schon okay.
Auch ist ein Elektro typisches Verhalten auch vorhanden. Man kann die Werte nicht immer zu 100% reproduzieren. Mitunter hatte man deutlich spürbare Leistungsschwankungen. Besonders gut war dies auf der Autobahn festzustellen. Standardsituation. Man bremst verkehrsbedingt auf 140km/h. Die Bahn ist wieder frei – vollgas, oder vollstrom? Wie nennt man das eigentlich?. Er beschleunigt ordentlich durch. Kurz drauf wieder abbremsen und wieder beschleunigen. Die ersten zwei mal ist das noch okay. Beim dritten mal merkt man schon das er irgendwie gehemmt ist. Wenn man das Spiel ein viertes mal machen muss fehlen einem gefühlt 200PS. Ich habe dann den Tesla Mitarbeiter darauf angesprochen. Er meinte nur, es wäre immer und überall volle Leistung vorhanden. Naja, anderes darf er wohl auch nicht sagen.

Sehr ordentlich arbeitet das Luftfahrwerk. Da gibt es nichts zu beanstanden. Etwas zwiegespalten bin ich von der Lenkung. In der Stadt und Überland ist diese vorzüglich. Auch da gibt es keinen Grund zur Klage. Anders ist es auf der Autobahn. Normal sollte sich eine Lenkung ja bei höheren Geschwindigkeiten etwas verhärten und sie sollte etwas indirekter werden. Das tut sie im Tesla irgendwie nicht. Bei jeder kleinsten Lenkradbewegung wechselt das Auto schon die Richtung. Also nicht falsch verstehen. Das ist jetzt nicht so schlimm wie es sich vielleicht anhört. Es vermittelt aber ein etwas komisches Fahrgefühl bei höheren Geschwindigkeiten. Auch ein umstellen der Lenkcharakteristik von Sport auf Comfort hat da nichts dran geändert. Ich will das jetzt aber nicht überbewerten. Vielleicht lag es auch ein wenig an den noch verbauten Winterreifen.
Sonst gibt es nichts Negatives zu berichten. Es klappert nichts. Alles ist gut verarbeitet. Einzig etwas laute Windgeräusche ab 130km/h sind aufgefallen. Diese kamen vornehmlich aus dem Heckbereich des Autos. Für Fahrer und Beifahrer nicht so das Problem. Auf der hinteren Bank ist es schon wirklich recht laut bei Autobahn Geschwindigkeit.Tesla 09Abschließend kann man sagen: Das Tesla Model S ist ein wirklich vollwertiges Auto. Es gibt keinen wirklichen Grund, der gegen dieses Auto spricht. Es sieht gut aus, ist gut verarbeitet und hat sehr gute Fahrleistungen. Punkt.

Kommen wir zum Preis. Ja, so ein Tesla ist teuer. Unser Testfahrzeug, ein dunkelgrünes Model S P85+ mit heller Lederausstattung schlug mit 105.000€ Listenpreis zu buche. Jeder der jetzt sofort denkt, das man da sicher noch ein paar Prozent Nachlass erreichen könne, kann das Wort Nachlass in Verbindung mit Tesla streichen. Es gehört zur Firmenpolitik und Strategie das es keine Nachlässe gibt. Der Preis den der Konfigurator ausspuckt ist auch der Endpreis. Das erklärt dann auch, warum es auf der Tesla Webseite nicht etwa heißt das man sich sein Auto konfiguriert und dann zum Händler geht. Nein, dort heißt es gleich „bestellen“. Es gibt nichts zu handeln oder anzupassen. Selbst wenn man 5 Teslas kauft, ändert sich offiziell an dieser Strategie nichts. Nun gut.
Unterm Strich bin ich mir nicht sicher ob sich Tesla damit einen Gefallen tut. Wird doch damit die Lücke zu den konventionellen Kandidaten noch größer.
Ich glaube man kann sich einig sein, das ein Tesla kein Sportwagen ist. Ja, die Verkäufer erzählen einen, das man mit einem Tesla alles „Naß“ macht was so im Bereich von 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h geht. Aston Martin, Jaguar usw.. Damit fühle ich mich als M6 Cabrio Fahrer natürlich auch angesprochen und kann nur sagen. Bullshit. Von 0-80km/h mag das vielleicht noch stimmen. Aber danach sieht der Tesla kein Land mehr. Mit den ca. 20 Sekunden auf 200 liegt man im Bereich eines BMW M135i, eines Audi S3 oder eines Golf R. Also in der 300PS Benziner Region. Aber doch weit weg von den Fahrzeugen, die Tesla hier sehr gern als Vergleich heran zieht.
Meiner Meinung nach sollte man sich da etwas mehr in Zurückhaltung üben. Das macht die ganze Geschichte unglaubwürdig.
Also sollte man diese Fahrzeuge nicht wirklich als Vergleich heran ziehen. Ich nehme jetzt einfach mal wieder meinen beliebten BMW 5er. Egal ob nun Limousine oder Touring oder gar GT.
Als Vergleichsmotorisierung ziehe ich mal den 535d heran. Um die 300PS und auch in ca. 20 Sekunden von 0 auf 200. Diese Fahrzeuge bekomme ich gut ausgestattet für ca. 85.000€. Bei BMW ziehe ich jetzt auch gleich noch einen Nachlass von 15% ab. Macht dann irgendwas um die 72.000€ in der Anschaffung. Ich setze mal auf eine Rechnung von 3 Jahren mit 30Tkm pro Jahr.
Bei beiden Fahrzeugen setze ich einen Restwert von 50% nach 3 Jahren an. Beim BMW kann man dies fest annehmen. Beim Tesla weiß man es ja noch nicht so wirklich.
Egal. Das bedeutet unter Betrachtung des reinen Anschaffungswertes einen Vorteil von 16.000€ für den BMW.
Kann man diesen Nachteil für den Tesla durch geringere Betriebskosten wieder ausgleichen?
Rechnen wir einmal nach.
Der BMW.
Versicherung lassen wir außen vor. Das müssen beide zahlen. Und aufgrund des höheren Anschaffungspreises kann ich mir vorstellen, das der Tesla auch noch etwas teurer ist. Steuer in 3 Jahren. Sagen wir mal 1.500€. Diesel in den 3 Jahren ca. 9.000€. Da wir von Neuwagen ausgehen sollten sich die Wartungskosten des BMW nicht über 1.000€ p.A. einpendeln. Alles andere ist unrealistisch. Macht unterm Strich 13.500€ Betriebskosten in den 3 Jahren.
Sehen wir uns den Tesla an.
Steuern muss man wohl nicht zahlen, da kein CO2 Ausstoß. Bei den Betriebskosten sagt Tesla gern es würde ja nichts kosten. Stimmt. An den Tesla Superchargern an Autobahnen usw. ist es wohl kostenlos. Aber habe ich so ein Teil immer zur Verfügung? Ich müsste das Auto jedenfalls zu 90% zu hause laden. Und das kostet sehr wohl etwas. Ich rechne hier jetzt mit ca. 1.000€ im Jahr. Das entspricht 1/3 der Kosten für Diesel und deckt sich somit in etwa mit der eigenen Angabe von Tesla das man umgerechnet ca. 2,5l/100km verbrauchen würde. Also kommen wir auf 3.000€ in den 3 Jahren.
Bei Tesla sagt man, es gäbe keine Wartungskosten? Naja. Auch dieses Auto hat Bremsen und diverse Verschleißteile. Auch hier wird mal was zu machen sein. Und auch einen Tesla wird man mal zur Inspektion bringen müssen. Ich habe hier mal 1.500€ in 3 Jahren angesetzt. Also 50% des BMW Wertes.
Unterm Strich bringt es der Tesla tatsächlich auf nur 4.500€ Betriebskosten. Aber reicht das, um den Rückstand beim Kaufpreis wieder aufzuholen? Ganz klares NEIN. Der BMW bringt es in der Gesamtrechnung auf 49.500€ in 3 Jahren. Der Tesla auf 56.500€.

Das bedeutet, das die Elektromobilität noch immer zu teuer ist. Denn einen Punkt sollte man nicht außer Acht lassen. Um den Tesla zu hause in der Garage laden zu können sind auch noch Investitionen nötig. Eventuell muss der Stromanschluss des Hauses vergrößert werden. Das sind Kosten die keiner übernimmt. Und man benötigt auch zu Hause eine ordentliche Ladestation. Das muss nicht der Supercharger sein. Aber ich wöllte nicht jeden Abend mit der Kabeltrommel durch den Garten rennen um das Auto an den Strom anzuschließen. Also kann sich unter Umständen das Verhältnis noch verschlechtern.

Ich möchte damit dieses Auto nicht schlecht machen. Ich möchte nur dazu anregen, sich das alles wirklich genau durchzurechnen. Es gibt sicher Szenarien in denen sich das rein kostentechnisch ausgehen kann. Aber es ist eben nicht generell so.

Tesla 08 Tesla 12

Fazit.

Ja, was bleibt abschließend zu sagen? Wie ich schon schrieb ist es ein sehr gutes Auto. Innovativ. Sicher umweltfreundlich und ökologisch. Es hat sehr gute Fahrleistungen und bietet eine gute Ausstattung. Das sind Dinge die will ich nicht zerreden oder so.
Aber das Auto ist aktuell einfach zu teuer für das was es dann wirklich bietet. Die Kostenrechnung ist das eine. Die gesamte Qualität, so das letzte finish. Das reicht eben dann doch noch nicht an andere Fahrzeuge in dieser Preisklasse ran.
Tesla, bietet das Model S für 60-80T€ je Ausstattung an. Dann wird sich sicher ein größerer Markt öffnen. In den 100T€ Bereich passt es einfach noch nicht rein.
Sorry, ist aber meine Meinung.Tesla 07

p.s. Da ich natürlich keine ordentliche Kamera mit bei dem Termin hatte, gibt’s diesmal nur ein paar Handyfotos.

Natürlich kann in unserem Forum wie immer weiter diskutiert werden. Hier geht’s zum Beitrag im Forum : http://www.um41.info/phpBB3/viewtopic.php?f=6&t=91

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