Am achten Tag unserer Karibikkreuzfahrt im Januar 2015 mit der AIDAbella besuchten wir die Stadt Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Santo Domingo ist die Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Komplett ist lautet der Name der Stadt Santo Domingo de Guzmán.

Santo Domingo hat etwa 3 Millionen Einwohner. Das gesamte Einzugsgebiet beherbergt ca. 4 Millionen Menschen. Damit ist es in etwa genau so groß wie Havanna, die Hauptstadt Kubas und somit auch eine der größten Metropolen der Karibik.
Santo Domingo ist zugleich die älteste von Europäern errichtete Stadt auf dem amerikanischen Kontinent.

Mit diesen Eckdaten hat jeder seine eigenen Erwartungen aber auch Befürchtungen an diese Stadt.
Um es vorweg zu nehmen. Santo Domingo wird beidem gerecht. Sowohl den Erwartungen als auch den Befürchtungen.
Im Zuge einer Karibikkreuzfahrt kommt man sich in dieser Stadt schnell etwas fehl am Platz vor. Angelegt hat die AIDAbella am Puerto De Sans Souci. Ein relativ neues Hafenterminal an der Mündung des Rio Ozama zum Karibischen Meer.
Bereits beim Frühstück auf Deck 10 vermisst man das karibische Flair welches man die Tage davor immer genießen konnte. Es ist eben doch „nur“ eine große Stadt. Wenn man es böse umschreiben will. Es ist ein riesiges Moloch.
Was kann man in Santo Domingo machen? Gut, es gibt verstreut über die Stadt viele Sehenswürdigkeiten. Historische Bauten, Parkanlagen usw.. Hierzu sollte man ein Taxi bemühen welches einen entsprechend zu den Punkten fährt. Die Stadt ist verdammt groß.
Da wir keine Lust hatte großartig rumzufahren haben wir uns dazu entschieden einfach zu Fuß in die berühmte Altstadt von Santo Domingo zu gehen. Vom Terminal sind es ca. 2km Fußmarsch und man ist in der Altstadt. Also kein Problem.
Auf dem Weg fällt einem schnell auf, das alle 200Meter Sicherheits Leute stehen. Mal in einer Art Polizeiuniform und mal in Militär-Tarn-Klamotten. Diese sind dann auch auf die unterschiedlichste Art bewaffnet. Von recht modern aussehenden MPi’s bis hin zu verrosteten Pumpguns war alles dabei. Ob dies nun den Besucher der Stadt Santo Domingo beruhigen soll, oder ob es eher das Gegenteil bewirkt liegt wohl ganz im Ermessen jedes einzelnen.

Ist man in der Altstadt angekommen erwarten einen durchaus sehr schöne und interessante Bauwerke und Plätze. Dieser Teil rechtfertigt es schon, das man diese Stadt besucht. Erwähnt seinen hier die Calle Las Damas und die Calle Isabel La Catolica. Diese wird derzeit in weiten Teilen restauriert. Man kann aber sehen, das dies sehr schön wird. Nicht zu vergessen der Alcazar de Colon, Parque Colon, Fortaleza Ozama und vieles mehr. Auslassen kann man die hin und wieder angepriesene Einkaufsmeile Calle El Conde. Das ist nicht Sehenswert. Die Zeit ist anderswo besser investiert.
Nach 2-3 Stunden, je nachdem wie intensiv man sich nun mit dem einen oder anderem Gemäuer beschäftigt, ist man wieder Schiffsreif. Man beginnt wieder den Rückweg zum Schiff. Man sehnt sich wieder nach der Ruhe und Gelassenheit der Karibik. Dazu ist man ja auch dort.
Santo Domingo ist in gewisser Weise das Kontrastprogramm dazu. Laut, viel Verkehr, Stickig. Ja, so garnicht Karibikurlaub.
Verstärkt wird das alles noch durch den Rio Ozama. Das es Leute gibt die in diesem Fluß angeln ist schon ein Wunder. Oder sagen wir mal so. Ich hoffe, das sie das was sie fangen nicht essen. Der Rio Ozama gilt als einer der am stärksten Verschmutzten Flüsse der Karibik. Um dies zu erkennen bedarf es keiner hochpräzisen Messtechnik. Da reicht ein Blick auf das Wasser und ab un zu eine Geruchsprobe. Das ganze Ausmaß der Verschmutzung wird im Moment des Ablegens des Schiffes sichtbar. Sorgen doch die Seitenstrahlruder für mächtig Wirbel im Wasser. Was da so zum Vorschein kommt… Ich habe nur noch auf tote Ziegen und Kühe gewartet.

Unser Aufenthalt in Santo Domingo war relativ kurz. Ich glaube um 8 oder 9 sind wir eingelaufen und um 16 Uhr ging es schon wieder weiter. Von daher blieb es dann bei dem Besuch der Altstadt. Man kann dies nur als Kurztripp empfehlen. Es ist interessant und streckenweise auch schön da.
Man muss es einfach mal sehen. Jedoch kommt hier definitiv nich dieses „da muss ich noch einmal hin“ Gefühl auf. Am Ende waren wir froh als AIDAbella wieder auf die offene See gefahren ist und wir wieder in der Karibik zurück waren.

Und jetzt gibt es noch ein paar Bilder aus Santo Domingo. Viel Spaß beim anschauen.

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