Der erste Halt unserer Nordeuropa Kreuzfahrt brachte uns nach Stavanger in Norwegen.
Als Tagesausflug haben wir uns aber keine Stadtbesichtigung vorgenommen. Uns hat es in die Natur getrieben. Unser Ziel sollte der Preikestolen sein. Was ist nun dieser Preikestolen. Es ist eine natürliche Felsplattform welche einen weiten Blick über den Lysefjord und das angrenzende Bergland ermöglicht.
Die Plattform hat eine Größe von zirka 25 mal 25 Meter. An der Kante fällt sie etwas über 600 Meter senkrecht ab.
Der Preikestolen ist nur durch eine ca. 1,5 Stündige Wanderung zu erreichen. Es gibt keine andere Möglichkeit hier hin zu gelangen.

Wenn man, wie wir, im Rahmen einer Kreuzfahrt nach Stavanger kommt ist der Preikestolen also für wanderwillige Gäste das Pflichtziel. Aber wie kommt man da hin. Schließlich liegt der Preikestolen ca. 25 Kilometer von Stavanger entfernt. Noch dazu auf der anderen Fjordseite.
Wir haben uns der öffentlichen Verkehrsmittel bedient. Auf der Webseite der Kolumbus AS  findet man mögliche Fähr- und Busverbindungen von Stavanger nach Preikestolhytta, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Für 250 Kronen, ungefähr 35€, kann man pro Person hin und zurück fahren. Auf der Webseite kann man sich die Fahrzeiten ansehen. Das Ticket haben wir dann vor Ort am Fährterminal gekauft. Apropos Fährterminal. Von der Anlegestelle der Kreuzfahrtschiffe bis zum Fährterminal, Stavanger (Båtterminal), benötigt man zu Fuß ca. 20 Minuten.
Mit der Fähre geht es von Stavanger nach Tau. Dort steigt man in den Bus um und gelangt mit diesem nach Preikestolhytta. Alles in allem dauert die Anreise vom Kreuzfahrtschiff bis zum Ausgangspunkt der Wanderung also ca. 1,5 Stunden. Selbiges muss man natürlich auch für den Rückweg einplanen.
Bei einer Liegezeit von 08:00 – 18:00 Uhr (wie bei uns mit AIDAluna) bleiben für den Auf- und Abstieg inklusive Pausen und genießen der Aussicht also ca. 5 Stunden. Das passt also locker.
Bei unserem Besuch in Stavanger hatten wir sehr durchwachsenes Wetter. Viele Wolken. Regen. Wind. Es war alles dabei. Sogar ab und zu ein bisschen Sonne. Also nicht die besten Voraussetzungen. Aber trotzdem haben wir die Tour in Angriff genommen.

Belohnt wurden wir bereits auf der ersten Fährfahrt. Tolle Ausblicke vom Schiff. Eben besonders eindrucksvoll durch das vorherrschende Wetter.

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Das etwas feuchte Wetter setzte sich leider auch die gesamte Wanderung über fort. Grundsätzlich ist auf jeden Fall festes Schuhwerk Pflicht. Mit Latschen sollte man nicht beginnen. Der Aufstieg ist auch nicht ganz einfach. Es sind ein paar ordentliche Steigungen dabei und es geht die ganze Zeit über Steine und Felsen. Insgesamt schon recht anspruchsvoll.
Leider gab es dann oben angekommen auch keinen absolut tollen Fernblick. Aber trotzdem ist es dort atemberaubend schön. Einfach toll,  was die Natur dort so erschaffen hat. Wir sind auch noch eine Etage höher gestiegen. Man kann vom Preikestolen aus noch höher aufsteigen. Jedoch waren wir dort komplett im Nebel verschwunden, sodass wir relativ schnell wieder zum Preikestolen abgestiegen sind.
Ja, was soll ich noch mehr sagen. Ich lasse einfach ein paar Bilder sprechen. Man beachte auf einigen Bildern die zum Teil recht wagemutigen Wanderer, die sich direkt an den 600 Meter tiefen Abgrund setzen. Ja, es gibt da keinen Zaun, keine Mauer, kein Seil.

Preikestolen-Lysefjord-Norwegen

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One Comment

  • Ganz vielen lieben Dank für diesen detaillierten Bericht! Wir sind im
    Juli auf der Route unterwegs und ich bin nun in meinem Vorhaben bestärkt, diesen Ausflug zum Preikestolen selbst zu organisieren und nicht über Aida (zum Preis von rund 100,-€) zu buchen. Das spart Geld – und wir bleiben flexibel.

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