Heute haben wir den ersten Schritt für den Winterschutz unserer Palmen gemacht.

Zuerst haben wir uns der Livistonia chinensis, auch Chinesische Schirmpalme genannt, zugewand. Der Hagel zu Ostern hatte dieses ja nahezu komplett zerstört. Sie ist aber wieder sehr schön gewachsen.
Das Problem der chinensis ist, das sie nur um die -5 Grad aushällt. Gut, davon sind wir ja zum Glück noch weit entfernt. Jedoch ist es nun schon spührbar kühler. Und dann mag die chinensis nicht so viel Feuchtigkeit. Ihr tot ist feucht-kaltes Wetter.
Also haben wir uns entschlossen diese Palme schon mal in’s Zelt zu stecken. Da hat sie es etwas wärmer und vor allem wird sie nicht mehr naß.
Appropos Zelt. Dieses Jahr werde ich nicht mehr die Holzhütten bauen. Es kommen Zelte zum Einsatz.
Die Hütten hatten einen Vorteil gegenüber der Zelte aber leider auch viele Nachteile.
Der Vorteil war die bessere Isolation. Es musste nicht wirklich viel zugeheizt werden um die Hütten frostfei zu halten. Klar, es war ja alles mit Styropor ausgekleidet. Dadurch entstand aber auch ein entscheidender Nachteil der Hütten. Es kam kein Licht rein.
Ein weiterer Nachteil der Hütten war natürlich der umständliche und langwierige Aufbau.
Das ist mit den Zelten natürlich um einiges leichter. Für das erste heute haben wir ca. 2 Stunden gebraucht. Dabei ist nicht mal der Rasen zertrampelt worden und auch sonst gab es keine Kolateralschäden. Alles bestens.
Zuerst steckt man das Gestänge zusammen, den oberen Kranz. Alles geht relativ einfach. Durch unterschiedliche Adapterstangen kann man unterschiedliche Zeltgrößen aufbauen. In unserem Fall für die Livistonia 3 Meter Durchmesser und knapp 3 Meter Höhe. Ein spannender Moment ist das aufrichten des Gestells. Etwas wackelig das Ganze. Alleine ist man auch verloren. Es benötigt schon mindestens 2 Personen um es aufzustellen. Wenn man dann erstmal 3 – 4 Anker im Boden hat dann steht das Ganze schon recht sicher und man kann es alleine stehen lassen.
Wenn alle Bodenanker drin sind und das Gestell steht kommt der nächste spannende Moment. Wie legt man nun das Zelt über das Gestell. Im ersten Moment steht man recht ratlos vor dem riesigen Fetzen Kunststoffhülle. Aber man muss es einfach anfangen und es irgendwie machen. Zum Schluß ging es recht einfach und problemlos. Zum Schluss noch die Hülle an den Stangen befestigen und alles etwas ausrichten. Und schon steht das Winterschutzzelt.
Jetzt bleibt zu beobachten, wie sich das Ding im Winter macht.

Hier noch ein paar Bilder vom Aufbau und vom Endprodukt.

Palmen Winterschutz 2014

3 Comments

      • Also die Zelte gibts in unterschiedlichen Größen. Das Größte steht auch schon in unserem Garten. Knapp 4 Meter Durchmesser und 4 Meter Höhe. Danach wird’s Kompliziert. )
        Und auch wenn man es nicht sieht. Die Zelte sind Doppelwandig. Ohne Zuheizung stellt sich zwischen innen und außen eine Temperaturdifferenz von 2-3 Grad ein. Zum Beispiel hatten wir heute Früh gut 11 Grad Außentemperatur. In den Zelten waren es zeitgleich 13 Grad. Das ist vorerst identisch mit den Holzhütten im letzten Jahr. Da verhielt es sich nahezu genau so. Interessant wird der Moment, wenn ich in den zelten zuheize. Hier werde ich in den nächsten Nächten Tests durchführen.

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