Nachdem nun der Winter doch mehr oder weniger beendet scheint, die Winterschutzzelte sind seit ca. 3 Wochen abgebaut, möchte ich jetzt einmal über den aktuellen Zustand der Palmen berichten.
Grundsätzlich ist zu sagen, das die Überwinterung wieder gelungen ist. Es gibt keine ‚Ausfälle‘ zu vermelden. Natürlich hat nicht jede Pflanze den Winter gleich gut überstanden. Einige machen den Eindruck als wäre nie Winter gewesen. Andere sind doch noch etwas mitgenommen. Aber das wird sich wohl nie ganz vermeiden lassen.
Aktuell stehen die Pflanzen noch irgendwie im Garten. Es ist noch nichts hintrappiert. Es sieht noch etwas kahl aus. Es fehlt auch noch die ganze Ladung an Blühpflanzen die derzeit noch in einer Gärtnerei steht. Trotz allem ist es ein guter Zeitpunkt sich die Palmen und anderes Gewächs mal genauer anzusehen.

Fangen wir mal nicht mit einer Palme an. Beginnen wir mit der großen Cordyline australis. Wir erinnern uns. Der große, lange, dürre Stängel.
Hier mal ein Bild von 2013 – am Tag nach dem einpflanzen.

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Auch diese Cordy wurde letztes Jahr zum Osterhagel sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Sie hat sich jedoch wieder erstklassig erholt und gedeiht prächtig. In die Höhe ist sie zum Glück bisher eher weniger gewachsen. Dafür ist sie mächtig ‚buschig‘ geworden. Man muss immer bedenken. Die Pflanzen sind vor drei Wochen aus ihrer Winterbehausung befreit worden. Es hatte auch noch ein paar, zum Glück wenige, Tage Nachtfrost. Ich bin mal gespannt, wie die Cordy in zwei bis drei Monaten aussieht.
Hier jetzt mal aktuell von gestern Abend.

DSC_7235Und zu unserer Freude kann man an der Spitze ein weiteres Highlight sehen. Ja, unsere Cordy will blühen. Zumindest beginnt sie damit. Das ist in der Form auch nicht normal in unseren Breitengraden. Also muss es der Pflanze im großen und ganzen schon ganz gut gehen. Die Blüten sind jetzt keine besondere Schönheit. Am Ende sieht es dann wohl eher wie ein Geweih auf der Pflanze aus. Mal sehen. Ich werde weiter berichten.
Derzeit sieht es wie folgt aus.

DSC_7254DSC_7203Wenn wir gerade bei Blüten sind, machen wir doch auch gleich mit Blüten weiter. Auch Palmen können blühen. Das müssen sie auch, um sich vermehren zu können.
In unserem Fall sollten die Palmen das bitte unterlassen. Aber trotzdem ist es schön, das drei Palmen schon fleißig am schieben der Blütenstände sind. Zwei von den drei Palmen sind sogar ausgepflanzt. Eine ist im Topf.

Beginnen wir mit einer Trachycarpus fortunei. Diese ist in einem großen Topf. Überwintert wurde sie auch in einem der Schutzzelte. Sie ist unser Weibchen. Da sie letztes Jahr auch geblüht hat konnte man schon sehen, das es eine weiblich Pflanze ist. Sie hat auch von Anfang an eine eher Hellgrüne Blattfärbung.

DSC_7208DSC_7210Auch unsere allererste ausgepflanzte Palme, auch eine Trachycarpus fortunei, hat dieses Jahr einen Blütenstand. Zum ersten Mal. Das Geschlecht kann man dann erst endgültig bestimmen, wenn die Blüte aufgegangen ist. Aber von der Form des Blütenstandes her würde ich sagen das diese ein Manderl ist.

DSC_7216DSC_7228Und dann ist da noch unsere Dehner Rettungspalme. Die Stand da recht verwahrlost in der Ecke rum. Zu einem Schnäppchenpreis wurde sie uns quasi hinterher geschmissen. Sie hat sich super entwickelt. Jedoch wurde sie auch letztes Jahr beim Osterhagel extrem stark beschädigt. Sie hat im letzte Jahr nicht einen Wedel neu geschoben. Ich musste sogar einen vergammelten Speer raus ziehen. Ich glaube die Pflanze war kurz vorm sterben. Aber irgendwie hat sie es doch geschafft. Und jetzt, ein Jahr später, schiebt sie neue Speere und hat gleich zwei Blütenstände. Das freut das Gärtnerherz.

DSC_7221DSC_7223 DSC_7225 DSC_7246Genug der Blüten. Wie geht es unserer großen Phoenix Palme. Diese hat sich nach dem Radikalschnitt letztes Jahr auch ganz gut erholt. Den Winter hat sie gut überstanden. Sie hat unzählige neue Speere in der Mitte. Von außen sieht man das nicht wirklich. Da muss man die Leiter bemühen und von oben rein schauen. Das sieht sehr gut aus. Jedoch ist so eine Phoenix ja nun kein schnell wachsendes Gewächs. Das ist eher ein längerer Prozess bis da wieder alles so schön aussieht wie vor dem 21.04.2014.

DSC_7239Kommen wir noch zu unserem Sorgenkind. Die Livistonia chinensis oder auch Chinesische Schirmpalme. Die hat den ganzen Winter eigentlich sehr gut in dem Winterschutzzelt ausgesehen. Alles bestens. Um dann Ende Februar irgendwie damit zu beginnen von den Blattspitzen her auszutrocknen. Ich habe keine Ahnung was nun wirklich der Grund dafür ist. Was passt ihr nicht? Sie wird nicht kaputt gehen. Es kommen schon wieder zwei neue Speere die auch schön wachsen. Aber es scheint wieder so, das es erstmal einen Radikalschnitt geben muss. Sie ist eben eine Diva – irgendwie.

DSC_7249 DSC_7251Was haben wir noch? Bananen. Im freien ausgepflanzt haben wir die Musa basjoo. Hier hatte ich auch einen Winterschutzbau gebastelt. Plan war, die Musas etwas größer zu überwintern. Hat alles nicht so geklappt. Sie sind oberirdisch wieder zerfroren. Naja, also sind es erstmal wieder nur kleine Stängel die jetzt dann wieder wachsen müssen. Aber das wird schon. Das erste Grün ist schon zu sehen.

DSC_7241Eine weitere Banane ist die Ensete ventricosum Maurelii. Diese kann überhaupt keinen Frost aushalten. Von daher haben wir die im Keller überwintert. Dunkel und komplett trocken. Sie wurde nicht einmal gegossen. Trotzdem ist sie unglaublich weiter gewachsen. Ich musste sie bereits im Winter zuschneiden, da sie begann den Wäschekeller zuzuwuchern. Der Stammumfang hat sich über den Winter verdoppelt. Die ist ein Monster.
Wir haben die nun letztes Wochenende erstmal raus gestellt. An einen meistens schattigen Platz. Damit sie sich wieder an das Licht gewöhnen kann. In zwei Wochen kommt sie dann an ihre finale Position. Wie das dann alles im nächsten Winter funktionieren soll weiß ich noch nicht.

DSC_7204 DSC_7258So, das soll es mal für den Moment gewesen sein.
Jetzt beenden wir den Winterbetrieb und stellen alles auf Sommer um.

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