Heute möchte ich über die ersten Palmen Neuigkeiten dieses Jahres berichten.
Bereits im Winter begannen die Überlegungen, was man nun in diesem Jahr so am Garten verändern kann. Etwas umbauen? Neue Pflanzen? Neue Palmen? Hmmm. Der März, und damit der Frühling, kam immer näher. Es wurde wärmer. Die Schutzbauten der bestehenden Palmen hatten sich bestens bewehrt. Aber es wurde Zeit die Kästen abzubauen. Wie sich zeigte hatte der Rasen mehr gelitten als die Palmen. Also wurde recht schnell der Entschluss gefasst, das der Rasen unter den Palmen verschwinden muss. Irgendwann im Ende März, Anfang April war es dann so weit. Der Plan stand.

Also wurden ein Container zur Entsorgung des Rasens besorgt. Und schon konnte es los gehen. Die benötigen Granitsteine samt Kies und Zement waren schnell besorgt.

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Zusätzlich kam es immer wieder zu Überlegungen, was man nun noch weiteres an Pflanzen, besser Palmen, benötigen könnte. Also habe ich mich mal wieder auf die Suche beim Palmenmann gemacht. Schnell waren ineressante Pflanzen gefunden. Dani schaute parallel auch nach diversem Grünzeug und wie durch ein Wunder blieben wir bei ein und den selben Pflanzen hängen. Restposten und Einzelstücke. Eine große Phoenix Canariensis. Mit Topf sollte diese um die 3 Meter hoch sein. Als zweites viel eine Livistona Chinensis ins Auge. Diese sollte im Topf um die 2 Meter groß sein.

Nach einigen Tagen überlegen und hin und her haben wir uns dann für den Kauf dieser zwei Restposten entschieden. Der Preis war sowieso mehr als interessant. Also haben wir bestellt und warteten dann auf die Lieferung.

Das pure Entsetzen traf mich als ich die Lieferung auf dem Hof stand. Stutzig wurde ich schon, als die Spedition irgendwas vom über 600kg erzählte. Nun standen diese Riesentrümmer in unserem Garten. Wahnsinn. Die Phoenix an der höchsten Stelle locker 4 Meter hoch. Die Livistona auch über 3 Meter. Der Palmenmann hatte hier mit den Angaben etwas untertrieben. Dazu Kübel mit Ausmaßen, deren Existenz ich vorher abgestritten hätte. Gut, die Livistonia ließ sich zu zweit wenigstens so leidlich davonhieven. Die Phoenix bewegte sich keinen Millimeter.

Das die Phoenix so groß war. Damit konnten wir leben. Die schiere Größe der Livistonia machte jedoch den geplanten Aufstellungsort einfach unmöglich. Die Palme war dafür viel zu groß. Also ging das lustige Palmenrücken los. Wohin kommt nun welches Gewächs. Die Phoenix hatte ihren Platz. Aber die Livistonia wurde mehrfach durch den Garten geschleppt um zu schauen wo es denn nun am besten gefällt. Schlussendlich wurde auch für sie ein schönes Plätzchen gefunden.

Nun galt es, die größte Herausforderung zu meistern. Wie bewege ich die Phoenix mit rund 400kg Gewicht zu dem für sie vorgesehen Standplatz. Ohne Kran, ohne Hubwagen und ohne den Rasen endgültig zu ruinieren.

Also habe ich erstmal Spanngurte aus dem Keller geholt. Zu zweit ließ sich das Trum nicht bewegen. Aber zu dritt ging es schon etwas. Zwei Personen ziehen an den Spanngurten und eine Person schiebt von hinten. So ließ sich die Pflanze auf den Pflastersteinen schon mal in Position schieben. Ein erster Erfolg.

Am nächsten Tag wartete der schwierigere Teil. Das Monstrum musste über den Steinsockel des Gartenzauns und über den Rasen zum vorgesehenen Standplatz. Kurzerhand wurde noch ein Nachbar rekrutiert. Das ziehen der Pflanze hatte sich ja bereits bewehrt. Also warum nicht bei der Methode bleiben. Kurzerhand wurden zwei Holzbolen auf den Rasen gelegt und mit etwas Öl rutschiger gemacht. Zu viert und unter Einsatz von Hebeln und Holzbrettern brachten wir den Topf über den Steinsockel und anschließend im handumdrehen über die Bolen direkt zum Loch. Dort war schon alles vorbereitet und so stand innerhalb einer Stunde die große Phoenix an ihrem Platz. Damit hatte ich nicht gerechnet als ich dieses Monster zum ersten Mal gesehen habe.

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Im Verlaufe des Tages wurden dann um die Phoenix und die Livistonia auch ein Steinrand gesetzt und anschließend alles mit Lava aufgefüllt.

Die Töpfe der beiden Palmen sind jeweils ein Stück im Boden versenkt. Der Unterbau ist so gestalltet, das die Pflanzen nach unten weg wurzeln können. Ich habe auch zusätzliche Löcher in die Töpfe gebohrt. Der Plan sieht vor, das um den jetzigen Topf, mit reichlich Größenzuwachs, eine Mauer aus Naturstein gesetzt wird. Rundrum, quasi als großer Topf. Dann kann der Plastiktopf zerschnitten und entfernt werden und die Pflanzen können frei wurzeln. Wie gesagt, nach unten ist alles schon fertig dazu. Derzeit habe ich nur Schilfmatten um die greislichen Töpfe gewickelt. Das sieht besser aus als das schwarze Plastik. Mein Plan ist es auch, auf die Steinmauer um die Phoenix oben Holzbolen als Sitzgelegenheit zu installieren. Dann kann man direkt unter der Palme im Schatten sitzen, ein Gläschen Wein trinken oder ein Buch lesen. Aber das kommt dann als nächster Schritt nach dem Urlaub.

 

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