In der Nacht vom 27. auf den 28. September war es wieder so weit.
Eine totale Mondfinsternis konnte man beobachten. Diese Finsterniss brachte jedoch gleich 2 Besonderheiten mit sich. Zum einen war der Mond besonders nah an der Erde, nur 356.000km anstatt der normalen 384.000km. Zum anderen handelte es sich um einen sogenannten Blutmond. Der Mond leuchtete kupferrot. Eigentlich wäre er ja im Kernschatten der Erde nicht zu sehen gewesen. Da er aber so nah an der Erde war, traf von der Erdatmosphäre gestreutes langwelliges rotes Licht auf den Mond. Er war als roter Ball sichtbar.

Nun war dieses seltene Ereignis grund genug bereits am Abend des 27. September das Kameraequipment herzurichten. Die Nikon D750 aus dem Regal geholt, mit reichlich SD Karten und frisch geladenen Akkus bestückt. Als Objektiv habe ich selbstverständlich das Tamron SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD eingepackt. Eigentlich Perfekt für dieses Ereignis.
Der Wecker wurde auf 3 Uhr gestellt. Ja, da war die Finsternis schon in vollem Gange. Aber der spannende, rote Teil kam ja etwas später.
Als ich dann kurz nach 3 das Haus verließ und das erste den Mond sah, hatte die Finsterniss bereits begonnen. Ca. 1/3 des Mondes waren verdeckt. Bis jetzt sah aber alles noch nach einer normalen Finsterniss aus. Der rot glühende Effekt trat dann erst weitere 30 Minuten später auf.
Ich hatte mich mit Sebastian am Vortag zum Mondshooting an der Degerndorfer Kapelle verabredet. Womit ich nicht gerechnet hatte. Es war arschkalt. Das Thermometer zeigte gerade mal 2 Grad an. Schrecklich. Und ich dachte es wäre noch Sommer – irgendwie.
Egal. An der Degerndorfer Kapelle angekommen habe ich schnell Stativ und Kamera aufgebaut. Alles klappte. Und schon konnte das Mondshooting beginnen. Großes Problem, wie immer bei solchen Bildern, war wie immer das finden der passenden Fokus Einstellung. Und das alles bei dieser Kälte mit zittriger Hand. Aber irgendwann passte auch das. Und es konnte Fotografiert werden. Ein bisschen mit Blende und Verschlusszeit gespielt. Ein wenig ISO hoch und runter. Naja, was man eben dann so probiert damit das rot noch röter und das schwarz noch schwärzer ist.
Gegen 4:20 Uhr habe ich mich dann ins Auto gesetzt und bin wieder gefahren. Bilder hatte ich genug und kalt war es immer noch.

Hier jetzt mal zwei Bilder mit dem 600mm Tamron Objektiv.

BM1BM2

Da aber nur der Mond immer etwas zu langweilig ist habe ich dann irgendwann das 50mm Nikkor Objektiv angebaut und einfach irgendwie in der Gegend rumgeknipst. Wie man sieht, es waren auch andere Mondfotografen mit größeren Objektiven vor Ort.

BM3

Und da ja nun  die Tage noch immer so schön der Mond zu sehen ist habe ich gestern Abend noch einmal das Tamron Objektiv ausgepackt und mal auf die D750 und alternativ auf die D90 geschraubt.

Hier mal ein Mondbild mit der D750 und dem Tamron SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD – 600mm Brennweite

D750_600mm

Und jetzt einfach mal das selbe Motiv mit der Nikon D90 und dem Tamron SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD – durch den Crop Faktor  jetzt mit 900mm Brennweite

D90 _ 900mmUnd zum Abschluss gibt es noch ein Mondstimmungsbild.

D750_300mm

Mondfinsternis 28.September 2015

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