Heute möchte ich mal weiter machen mit meinem kleinen Urlaubsbericht.

Leider ist ein Großteil des Urlaubs schon wieder vorbei. Wie im Fluge ist die Zeit vergangen. Viele Urlauber die bisher noch nicht auf den Malediven waren stellen sich die zwei Wochen ja immer schrecklch langweilig vor. Ich gestehe, mir ging es genau so. Was soll man nur zwei Wochen lang auf einer solch kleinen Insel machen? Nichts zum Wandern. Keine Stadt zum anschauen. Irgendwie nichts.
Aber genau das macht den Reiz dieser kleinen Inseln aus. Finde deine innere Ruhe.
Ich beschreibe jetzt mal kurz unseren typischen Malediven Tag. Aufstehen zwischen 8 und 9. Wann man eben wach wird. Dann geht es gemütlich zum Frühstück. Dieses dehnt sich schon mal 1 bis 2 Stunden. Ein bissl ratschen. Ein Kaffee geht noch. Ach ja, der Mangosaft ist heute auch sehr lecker. Da will ich noch einen. Ruckzuck ist die Zeit rum. Dann gehts zurück zur Villa. Die Strandliegen werden hergerichtet und schon liegt man in der Sonne. Dabei ist ein Buch ständiger Begleiter. Wobei man auch sehr gern auf der durchaus bequemen Liege einschlafen kann. Irgendwann geht man dann ins Wasser. Oder man legt sich in den weichen Sand am Strand. Dann schnappt man sich auch mal sein Schnorchelzeugs. Dann ist man schnell auch über eine Stunde beim Schnorcheln unterwegs. Danach landet man wieder auf der Sonnenliege. Wenn man dann das erste mal auf die Uhr schaut ist es schon nach 15 Uhr und man fragt sich wo die Zeit hin ist. So gegen 16:30 kommt derzeit fast täglich der Nachmittagsregenguss oder das Gewitter. Da verzupfen wir uns dann immer auf die Terrasse unserer Villa. Meist machen wir dann ein Kartenspiel und kochen uns ein Tässchen Kaffee. Danach gehts meistens nochmal ins Wasser oder wir starten nochmal zu Fuß und schwimmender Weise eine Inselumrundung. Um 19:10 ist Sonnenuntergang. Ab 19:30 kann man sich dann schon wieder im Futtertempel einfinden. Da vergehen ganz schnell auch 2 Stunden. Danach gehts zurück zur Villa. Dort wird dann noch eine Runde gekniffelt oder es werden noch mal die Karten rausgeholt. Natürlich alles auf der Terrasse.
Wie ihr seht. Alles gar nicht so schlimm.
Menschen die alles immer in 2 Minuten fertig haben müssen, die nichts in Ruhe machen können, könnten es jedoch schwer haben auf den Inseln. Oder es wäre eine perfekte Therapie zur Ruhefindung. Da sollte man mal bei der Krankenkasse anfragen……

Nach diesem kleinen Ausflug in den Malediven Urlauber Alltag möchte ich jetzt noch ein paar Zeilen zur Insel schreiben.
Der positive Eindruck der ersten Tage hat sich vollends bestätigt. Diese Insel kann man zu 100% weiter empfehlen.
Schon allein die Insel mit ihren natürlichen Gegebenheiten hat es in sich. Ja, es muss um den Strand gekämpft werden. Das Meer trägt nach und nach den Sand ab. Trotzdem gibt es rund um die Insel noch immer einen sehr, sehr schönen Strand. Vor allem bei Ebbe gibt es gerade auf der Ostseite einige Villen mit quasi Privatstrand und eigener übers Wasser hängenden Palme. Ein absoluter Traum. Bei Flut ist der Strand dann zwar fast weg aber damit kann man leben.
Ein weiterer großer Vorteil der Insel ist, das man rundrum schwimmen bzw. baden kann. Auf vielen Malediven Inseln ist es nicht möglich überall rund um die Insel problemlos zum baden bzw. schwimmen zu gehen. Teilweise gehen die Korallenbänke bis nahe zum Ufer. Nehmen wir zum Beispiel Reethi Beach. Eine wunderschöne Insel. Man hat Sandstrand rundrum. Man kann auch rundrum ins Wasser gehen. Jedoch zum Teil nur so Knietief. Danach kommen schon Korallen. Das ist eben nichts um wirklch mal richtig zu schwimmen. Dazu gibt es zum Beispiel auf Reethi Beach eine relativ große Lagune mit einem traumhaft breitem weißen Sandstrand. Jedoch eben nur diese eine Stelle. Auf Coco Palm Dhuni Kolhu gibt es rundrum die Möglichkeit zu schwimmen. Die Korallen beginnen erst ein Stück weiter draußen. Sprich. Egal welche Villa man hat. Man hat seine Badewanne direkt vor der Terrasse. Traumhaft. Diesen Vorteil bieten auch die Wasservillen. Von diesen gelangt man auch direkt in „schwimmfähiges“ Gewässer. Das ist auch eher selten der Fall. Meist landet man aus den Wasservillen direkt in den Korallen.
Hier muss man Coco Palm Dhuni Kolhu tatsächlich ein paar Zusatzpunkte zusprechen. Das ist echt toll.
Für die Interessierten. Die Villen an der Ostseite und über den Nordzipfel bis hin zu den Wasservillen kann man ausnahmslos empfehlen. Nicht so toll finde ich die ebenfalls etwas teureren Sonnenuntergangsvillen auf der Westseite. Das hat nix mit den Villen zu tun. Als viel mehr mit dem Strand davor. Weiter drinnen im Meer muss sich da ein Seegrasfeld befinden. An dem Strand ist immer sehr viel Seegras angeschwämmt. Das ist zwar nix schlimmes, böses und tut auch nicht weh. Aber es sieht eben unschön aus wenn da dieses Gras im Wasser schwimmt.

Zum schnorcheln ist die Insel auch nicht schlecht. Es gibt jede Menge Fisch rundrum. Allerlei Arten. In allen möglichen Farben und Formen. Bis hin zu vielen Haien. Wobei es sich hierbei um Schwarzspitzen Riffhaie handelt. Diese sind für Menschen ungefährlich. Es sei denn man würde sie provozieren oder in die Enge treiben. Dann könnten sie sicher mal zwicken. Aber dann braucht man sich auch nicht beschweren. Des weiteren sind sie ja nicht groß. Die Schwarzspitzen Riffhaie werden maximal 2 Meter lang. Die Exemplare die ich vor die GoPro bekommen habe sind so 70 – 100cm lang. Das sind neugierige Haikinder. Die größeren die man mit viel Glück mal sieht sind so scheu, das sie sofort verschwinden sobald auch nur ein Mensch in die Nähe kommt. Die Kleinen sind eben neugierig und verspielt. Wenn man sich ruhig verhält kommen die bis zu einem ran. Aber wehe man bewegt sich einen Millimeter…
Generell ist auf dieser Insel die komplette Schnorchelausrüstung zu empfehlen. Also inklusive Flossen. Man muss/kann zum einen relativ große Strecken zurücklegen. Das Korallen und Riffgebiet ist recht weitläufig. Man kann zwar auch schon recht nahe am Strand viele und schöne Fische sehen. Jedoch ist es weiter draußen um so schöner. Deweiteren herrscht meist eine sehr starke Strömung. Dadurch ist es ohne Flossen dann kaum mehr möglch zurück zu kommen (Muss man ja nicht zwingend. Man kann ja an einer anderen Stelle an Land gehen) oder einfach mal die Position zu halten um etwas länger zu beobachten. Ohne Flossen wird man eben an allem vorbei getrieben und kann nur mit Mühe die Richtung halten.

So, das soll’s dann für heute mal gewesen sein.

Viele Grüße aus dem Paradies.

 

TEIL 1

3 Comments

  • …klingt ja sehr spannend. Das mit dem Riff auf Rheeti ist zwar schön anzuschauen, jedoch kommt man nicht überall wieder zurück zum Strand – das ist da wirklich nervig -das stimmt.

    Ich mußte manche Stelle zweimal lesen, „…Dort wird dann noch eine Runde gekniffelt „…hab ich „gekifft“ gelesen und dachte schon, obs jetzt bei den Meyers „so weit ist“,

    Ich glaub, ich bräuchte auch mal ein bisschen Urlaub, aber 2016 ist ja nicht mehr so lang hin.

    Genießt die letzten Tage.

    😀
    simmu

    • Simmu, Du brauchst wirklich Urlaub. Ich krieg ja schon gleich Angst wenn ich sehe was Du aus harmlosen kniffeln machst…. 🙂

  • Die Bilder machen auch Lust auf Urlaub. Wenn die Kinder 2045 aus dem Haus sind dann…
    Ist das das Boot, mit dem ihr auf die Insel gekommen seid? 😉

Kommentar verfassen