So, nun gibt es auch zu unserem Kroatienausflug einen kleinen Reisebericht.
Beginnen möchte ich mit unserer Unterkunft.
Wir waren in Brsec. Das kleine Dorf liegt ca. 20-25km südlich von Opatija. Es leben 120 Einwohner da. Es gibt einen kleinen Tante Emma Laden, eine Post und eine Dorfkneipe. Das war’s.
Brsec liegt 157m über dem Meer, direkt an einer steilen Felsküste.
Unser Häuschen mit Garten lag direkt am Ortsausgang von Brsec. Das Häuschen verfügte über einen großzügigen Wohn- und Küchenbereich im Erdgeschoß. Im Obergeschoß gab es 2 Schlafzimmer (wir haben nur eines benutzt) und das Bad. Zusätzlich gab es dort noch einen Balkon.
Das ganze war sehr zweckmäßig eingerichtet – ja, man konnte sich wohl fühlen. Jedoch gab es ein Manko. Die Heizmöglichkeit. Es war keine vorhanden. Und bei 0° in der Nacht wurde es selbst in Kroatien richtig kalt in der Hütte. Also mußte der Backofen Sonderschichten als Raumheizung einlegen. Dazu kam noch der Gasherd. Dieser durfte stundenlang Wasser kochen und somit Wärme abstrahlen. Mit dieser Heizkombination haben wir es dann doch recht heimelich warm bekommen sodass man gemütlich Karten spielen und Wein trinken konnte.
Trotz der doch schon recht mäßigen Nachttemperaturen ist es möglich gewesen am Tag auf der Terasse zu sitzen und ja, wir haben auch am Strand in der Sonne gelegen. Am Tag hatten wir Temperaturen bis zu 20°.
Aber zu unseren Aktivitäten komme ich später.

Jetzt gibts erstmal zwei Bilder mit Blick von „unserer“ Terasse, dem Häuschen, dem Beweis das wir mit dem Dicken dort waren und einem Google Earth Bild zur genauen Standortbestimmung. Dann noch eins vom Ortskern von Brsec und zum Schluß noch ein Blick von weiter oben auf Brsec.

Unser erster Wanderausflug brachte uns gleich am Sonntag auf den Sisol. Ein Berg im Ucka Gebirge. Er ist 835m hoch. Da wir direkt vor unserer Haustür mit der Wanderung auf den Sisol beginnen konnten brauchten wir ~2,5 Stunden bis zum Gipfel. Es galt einen Höhenunterschied von ca. 700m zu überwinden.
Am Sonntag herschten noch Temperaturen von über 22°C. Es wehte ein leichter Wind und wir wurden mit einer fantastischen Fernsicht belohnt.
Der Aufstieg erfolgte durch eine sehr gemischte Vegetation. Von Mischwald über Hagebuttensträucher. Von steinigem Felsgelände bis hin zu scheinbaren Salbeifeldern war alles dabei.
Festes Schuhwerk und ausreichend zu trinken sind Pflicht. Der Aufstieg erfolgt nicht über irgendwelche gut ausgebauten Wege. Es geht fast ausschließlich über Stock und Stein auf einem kleinen Trampelpfad.
Hier jetzt ein paar Bilder vom Aufstieg

Wie bereits erwähnt wurde unser Aufstieg mit einer fantastischen Fernsicht und strahlendem Sonnenschein belohnt.
Man konnte alles überblicken. Die Kvarner Bucht, Rijeka, die Insel Cres, ganz Istrien bis hin zur Adriaküste. Auch eines unserer nächsten Wanderziele konnten wir schon unwissender Weise sehen. Den Vojak – höchster Berg des Ucka Gebirges. Aber dazu später mehr.
Somit hatte sich dieser Aufstieg mehr als gelohnt.
Jetzt noch ein paar Bilder aus der Gipfelregion des Sisol.

Kommen wir jetzt zu unserem „Hausstrand“.
Brsec an sich liegt ja am Meer, jedoch in 157m Höhe. Also ist es nur logisch das man nur über einen längeren Abstieg direkt zum Meer kommt.
Nach einigem Suchen fanden wir die kleine Straße direkt hinab zum Strand. Vorbei an Gärten, dem Friedhof und einigen Ferienhäusern schlängelt sich die kleine Straße auf einer Länge von ca. 1,5km direkt zum Strand. Wir haben den Weg immer zu Fuß genommen. Man kann zwar mit dem Auto theoretisch auch hin fahren. Die Straße endet jedoch direkt an einem Felsen am Meer – dort kennt man keine Wendeschleife, Besucherparkplätze oder so.
Also lieber zu Fuß. Der Weg zum Wasser hin geht auch recht zügig – klar, es geht ja ordentlich bergab. Zurück ist es dann nicht mehr so entspannt aber durchaus schaffbar
Belohnt wird man von einer malersich gelegenen kleinen Bucht mit Kiesstrand. Umrandet von einer Art Festung, oder sagen wir mal lieber Resten davon.
Die Bucht ist schön Windgeschützt und somit hält man es auch bei schlechterem Wetter eine Zeit lang aus.

Hier jetzt ein paar Bilder. Noxi hat es sich auch gut gehen lassen in der Sonne. Und das klettern macht auch gaaaaaaaanz viel Spaß.

Kommen wir nun zu unserer längsten Wanderung.
Wir haben uns dazu entschlossen den höchsten Berg des Ucka Gebirges zu bezwingen. Er hört auf den Namen Vojak. Ich nenne ihn immer Kojak – das konnte ich mir besser merken.
Der Berg ist 1401m hoch. Das klingt zwar erstmal nicht all zu hoch. Jedoch startet man ja bei Wanderungen immer auf ca. Meereshöhe. So auch dieses mal. Wir starteten unseren Ausflug in Moscenica. Damit galt es einen Höhenunterschied von ca. 1200m zu überwinden.
Insgesamt waren wir rund 9 Stunden unterwegs. Diese Tour ist doch recht Anspruchsvoll. Zum einen ist es ein anstrengender Aufstieg und zum anderen ist zum Teil keine Wegmarkierung mehr vorhanden sodass es mitunter schon eine kleine Lotterie war welcher Trampelpfad einen nun zum Gipfel bringt.
Alles in allem ist es ein sehr sehr schöner Aufstieg. Wie schon auf dem Weg zum Sisol sind wir auch auf dieser Wanderung keinem, wirklich keinem Menschen begegnet. Nur Natur – sonst nichts.

Und jetzt wieder ein paar Bilderchen vom Weg zum Gipfel

Nun auch noch ein paar Bilder vom Gipfel des Vojak.
Da oben hatten wir einen fantastischen Fernblick. Die Dolomiten, die julischen Alpen. Alles war in Sichtweite.
Da es doch recht windig war und somit etwas ungemütlich haben wir uns nicht all zu lange oben aufgehalten. Der Hund hat sein „Gipfelwasser“ bekommen und dann ging es schon wieder bergab. Im Schutze des Hanges war es um einiges angenehmer.

Zum Schluß für Heute möchte ich noch einige Worte, passend zum Forum, über unseren „mobilen Stützpunkt“ verlieren.
Unser Dicker war ein zuverlässiger und außerst bequemer Begleiter der Reise.
Die langen Strecken hat er gemütlich weggesteckt. Das ist genau sein Revier. Auf der Autobahn gleiten. Einfach entspannend. Aber auch die Kurven nimmt er BMW Typisch sportlich. Das macht auch Spaß. Jedoch musste ich ja dann doch meist etwas ruhiger „kurven“ da ja sonst der Hund im Kofferraum Flügel bekommen hätte.
Hier mal kurz und knapp die Zahlen. Gefahren sind wir ~1.800km. Das Ganze mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 78km/h und einem Durschnittsverbrauch von 6,1l/100km. Für dieses gefahre in den Serpentinen mit diesem Auto – ein sehr, sehr guter Wert wie ich finde.

Ja, mehr gibts dazu nicht zu sagen. Ein schönes Auto welches auch mir als nicht Diesel Freund viel Freude bereitet.

Kommentar verfassen