Im Laufe unserer Karibikkreuzfahrt im Januar 2015 mit der AIDAbella hatten wir natürlich auch die Möglichkeit einige Strände zu besuchen und baden zu gehen.

Natürlich. So eine Kreuzfahrt ist jetzt nicht der reine Badeurlaub. Man möchte ja eher etwas von Land und Leuten sehen. Das Badevergnügen wird so auch mal nach hinten gestellt. Bei uns wurde das dieses mal noch etwas verstärkt, da Dani ja in der ersten Urlaubswoche aufgrund des gebrochenen Handgelenkes noch nicht ins Wasser durfte. Also wurden in der ersten Woche keine Strände besucht. Zumindest nicht primär.
Aber im Laufe des Urlaubs haben wir es dann doch geschaft uns einige male am kühlen Nass zu erfreuen. Wobei es ja so Kühl nicht war. Irgendwas von 28-29 Grad Wassertemperatur wurde immer gesagt. Ich hab’s nicht nachgemessen. Aber es könnte hinkommen.

Also. Was kann man zu den Stränden der Karibik sagen. Prinzipiell ist es natürlich schön.
Aber als Malediven und auch Hawaii Kenner ist man eigentlich immer etwas entäuscht wenn man dann an so einen Strand in der Karibik kommt. Jeder wird in den Reiseführern als der schönste Strand der Welt bejubelt. Entsprechend hoch sind die Erwartungen. Und dann kommt man zum Strand und fragt sich allen ernstes ob es das nun sein soll? Ja, die Karibikstrände müssen sich weit hinter den Malediven und hinter Hawaii anstellen. Zum größten Teil ist hier aber nicht die Natur als solches schuld. Nein, es ist eher die permanente Überfüllung bzw. die Nutzung und zum Teil auch Verschmutzung der Strände.

Als Beispiel sei hier mal die White Bay auf der Insel Jost van Dyke, Teil der British Virgin Islands, erwähnt. An sich ein absoluter Traum. Das Wasser glasklar. Der Strand weiß, umgeben von Palmen. Sonnenschein. 32°C. Ein paar weiße Wölkchen am Himmel. Wie im Bilderbuch. Aber warum zu Geier muss man mit Segelbooten, Motorbooten und Schlauchbooten direkt bis zum, ja zum Teil auf den Strand, fahren? Und das über die gesamte Länge der Bay. Warum macht man dieses schöne Fleckchen Erde durch so einen Schwachsinn einfach kaputt? Ich verstehe es nicht. Nicht nur das es den schönen Blick stört. Nein, es ist auch recht gefährlich. Du musst im Wasser ständig rundum gucken und beobachten wo nun wieder ein Boot ablegt, eins quer fährt oder eins neu hinzu kommt. Das ist echt unschön. Am späten Nachmittag wurde es dann langsam etwas weniger mit den Booten in der Bay. Dann konnte man auch mal ein paar Meter schwimmen ohne ständig auch Boote, Leinen und Anker achten zu müssen. Das ist sowas von schade.

Oder der ach so tolle Seven Mile Beach auf Grand Cayman. Ja, es ist ein Strand. Und ja es ist schönes Wetter. Aber wenn ein Beachclub neben dem anderen um Kundschaft wirbt, zum Teil noch mit lauter Musik, dann hat dies mit einen schönen Strand nichts mehr zu tun.

Pech hatten wir in Mexiko, in Tulum. Die Karibikküste dort wird zur Zeit von Algen überschwemmt. Man hat diese Algenteppiche schon immer wärend der Fahrt mit dem Schiff gesehen. Einheimische sagten uns, das dies immer mal von Zeit zu Zeit vorkommt und nichts schlimmes sei. Leider werden die Algen dann auch auf die Strände gespühlt. Man hat dann zum Teil die schönen Sandstrände mit diesen rotbraunen Algen überzogen. Das ist nichts gefährliches. Es ist aber unschön. Wenn die Algen dann einige Zeit an Land liegen verrotten sie und dann fängt das alles an zu stinken.

Nun mag der ein oder andere denken „Ojee, schrecklich“. Nein, es ist schön in der Karibik. Die Strände sind schön und auch das Wasser. Keine Frage. Aber wenn man es mit den Malediven vergleicht dann gibt es da eben deutliche Unterschiede. Ja, wir sind da sicher etwas verwöhnt. Jammern auf hohem Niveau!
Und ja, ich ziehe die Karibik noch immer dem Starnberger See vor.

Nun aber genug geredet. Jetzt gibt es noch ein paar Strandbilder. Wie gesagt, nicht zu viele. Aber ein paar sind es doch geworden.

 

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