Ziemlich genau drei Jahre nach unserem letzten Besuch im US Bundesstaat Hawaii hat es uns nun vom 1.März bis zum 20.März erneut in diesen Teil der Erde verschlagen. Besuchten wir im Jahre 2010 die Inseln Kauai und Maui, so galt es diesmal Big Island oder auch einfach die Insel Hawaii zu besuchen.
Sie ist die größte der Hawaii Inseln. Rund 10.500km² groß. In der größten Ausdehnung rund 150km lang. Das schöne an der Insel ist zweifelsfrei die Vielfalt. Angefangen mit dem Meer, den Stränden über die Regenwälder im Osten der Insel. Ewig weites Weideland im Norden. Über 4000 Meter hohe Berge im Landesinneren, aktive Vulkane im Süden. Im Südwesten findet man Kaffeeplantagen, im Nordwesten karges Ödland.
Es ist für jeden etwas dabei. Auch klimatisch. Ist es im Westen bei Kailua, dem Haupt Urlauberzentrum der Insel, häufig trocken und heiß so ist es im Osten um Hilo selten über 30° warm, dafür regnet es gerne mal und die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Wer ein gemäßigtes Klima wie hier in Europa wünscht findet sein Glück im Süden rund um Volcano oder im Norden rund um Waimea. Und wer auf Kälte steht, besucht den Gipfel des Mauna Loa oder Mauna Kea und wird hier ganz bestimmt fündig. Dazu weht garantiert eine Steife Briese. Und all das hat man immer in Reichweite. Man benötigt immer ca. 1 – 1,5 Stunden Autofahrt und befindet sich in einer scheinbar anderen Welt.
Und genau diese Vielfalt macht diese Insel zu unserem bisherigen Hawaii Favoriten.
Dazu aber mehr in den nächsten Tagen. Jetzt will ich erstmal mit der Anreise beginnen.

Leider hat der Besuch eines solchen Reiseziels ja immer einen Nachteil. Und das ist genau die Anreise. Irgendwie muss man ja, ob man will oder nicht, die 15.000km überwinden die zwischen Deutschland und Hawaii liegen.
Bei unserem letzte Besuch wurde British Airways mit diesem Auftrag betreut. Das war ja nicht so der Hit. Diesmal bekam die Lufthansa in Zusammenarbeit mit United Airlines und Hawaiian den Auftrag. Ich muss sagen. Alles in allem eine sehr gute Wahl.
United ist okay. Hawaiian ist ja schon bei unserem letzten Besuch sehr positiv aufgefallen. So auch diesmal. Einen besonderen Pluspunkt bekommt die Lufthansa. Auf den Interkontinentalflügen Frankfurt-Los Angeles und San Francisco-München gab es absolut nichts zu meckern. Super Service, freundliches Personal, ausreichend Sitzabstand, erstklassiges Fluggerät. Hier kann ich nur sagen – jeder Zeit wieder.

Der Hinflug bot auch noch zwei weitere Highlights. Eines nur für mich, den Flugzeugfreak. Und eines war, das es sich um einen Tagflug handelte und es weitesgehend schönes Wetter auf der Nordhalbkugel hatte. So ergaben sich atemberaubende Ausblicke auf Kanada usw.. Aber der Reihe nach.
Die Technik kommt zuerst.
Bis ca. Oktober letzten Jahres stand bei Checkmytrip als Flugzeugtyp für diesen Flug 744 – also eine Boeing 747-400. Gut, nix besonderes mehr. Irgendwann hatte ich dann mal geschaut ob unsere Sitzplatzreservierung klappt und ob mir die Sitze auch gefallen. Dabei viel mir dann auf, das es diese da genannten Sitze in einer 747-400 garnicht gibt. Naja, es war ja noch etwas Zeit und es wird schon passen.
Einen Monat vor dem Flug habe ich dann nochmal geschaut und siehe da, die Sitze waren geblieben aber das Flugzeug war ein anderes. Es hieß jetzt nicht mehr 744 sondern 748. Also schnell nachgeschaut. Und siehe da. Auf einmal war es eine Boeing 747-8i. Also würden wir zwar nicht mit dem größten aber dafür mit dem längsten Flugzeug fliegen. Noch dazu mit dem neuestem der Lutfhansa und eben sehr Exklusiv. Die 747-8i ist eine Weiterentwicklung der -400 von Boeing und Lufthansa. Und aktuell kann man mit diesem Vogel nur bei der Lufthansa fliegen.
Und ich muss sagen. So gut habe ich noch selten in einem Flugzeug gesessen. Natürlich alles Economy. Aber der Sitzabstand passt und vor allem die Form der Sitze und der Unterbau sorgen dafür, das sogar ich mit meinen 2 Metern bequem sitzen kann. ich kann sogar die Füße ausstrecken. Damit fliege ich sicher gerne wieder.
Soviel zur Technik. Kommen wir mal zu einigen Bildern der atemberaubenden Aussichten die sich uns wärend des Fluges boten.

Die Hudson Bay in Kanada. Schnee und Eis.

Schnee, Eis, zugefrohrene Flüsse. Auch über Kanada

Schnee, Eis … einfach nur Weiß

Die winterliche Pracht zog sich bis weit in die USA rein. Erst über dem Bundesstaat Wyoming verschwand das Weiß langsam.

Ein Blick auf den Colorado River

Nach gut 9,5 Stunden Flugzeit verließen wir die Reiseflughöhe und schon bald kamen erste Ausleger von Los Angeles zum Vorschein.

Short Final …. Anflug direkt über der Stadt. Nicht mehr lange, dann ist es geschaft.

Nach erfolgreicher, butterweicher Landung wurde auch die Frage der Vorfahrt eindeutig geklärt 🙂

Nach 4stündiger Wartezeit ging es anschließend mit United weiter nach Hilo. Dieser Flug dauerte nochmals 5,5 Stunden. Alles in allem befindet man sich ca. 16 Stunden in der Luft. Wenn man alle Wartezeiten mit einrechnet beläuft sich die Reisezeit auf ca. 24 Stunden.

Damit will ich erstmal zum Ende kommen. Fortsetzung folgt 🙂

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