Wenn man knapp 3 Wochen ein solch weit entferntes Ziel aufsucht hat man natürlich den Wunsch nach einer schönen Unterkunft.
Hier hat natürlich jeder seine eigenen Vorstellungen. Der eine möchte unter Menschen, der andere möchte seine Ruhe. Der eine möchte in ein Hotel mit Rundum-Sorglos-Paket, der andere fährt lieber mit dem Caravan durch die Gegend.
Wie nicht anders zu erwarten, haben wir uns gegen ein Hotel entschieden. Vielmehr wollten wir Ruhe und Abgeschiedenheit – fernab jeglicher Touristenströme.
Und ja, derartige Unterkünfte gibt es. Man muss diese nur finden. Und wir haben eine gefunden der man getrost den Titel „Himmel auf Erden“ verleihen kann.
Fernab von Kailua, im touristisch wenig erschlossenem Distrikt Puna, inmitten von 7 Hektar Regenwald haben wir tatsächlich eine kleine Oase gefunden . Mahi Oli‘ Oli.

Der Pfeil zeigt in etwa die Region der Unterkunft.
Es handelte sich nicht um ein Hotel, um keine Jugendherberge und es war auch kein Appartment. Nein, es war ein kleines Cottage umgeben von Regenwald, einem 3 Hektar großen Garten mit Blick auf dan Pazifik. Es ist einfach traumhaft und irgendwie unwirklich dort. Man ist so allein, weit und breit kein Mensch – nur Natur. Und in der Ferne kann man tatsächlich das rauschen des Ozeans hören.

Hat man den richtigen Zahlencode eingegeben so öffnet sich das grüne Tor und man fährt den Weg entlang des Regenwalds.

Nach ca. 500m Fahstrecke erreicht man das Cottage. Rechter Hand erstreckt sich der Regenwald. Linker Hand ist das Cottage mit dem riesigen Garten und dem gigantischen Meerblick.

Das war der Blick Richtung Osten vom Cottage aus. Ich glaube dies bedarf keiner zusätzlichen Worte.

Mahi Oli‘ Oli

Auch wenn man in Richtung Westen schaute konnte sich das Häuschen sehen lassen. Man sah zwar kein Meer mehr, dafür aber diesen schönen Regenwald.

Der Garten war sehr schön hergerichtet. Palmen, Agaven, Bananen, Limetten. Weiß der Geier was da noch so alles rumstand. Für den Hobbygärtner ein wahrliches Paradies. Klar, dort wächst irgendwie alles von allein. Es ist warm und feucht. Fast jeden Tag zog Nachmittags ein Schauer auf. Aber bei 25°C ist das nicht so wild. Zumal man ja wußte, das spätestens eine Stunde später meistens wieder die Sonne schien.

Sonnenuntergänge konnten wir aufgrund der Ausrichtung nach Osten nicht sehen. Dafür konnte man vom Bett aus den Sonnenaufgang sehen.

Aufgestanden sind wir immer spätestens um halb 7. Klar, wenn einem die Sonne ins Bett scheint. Bereits um 8 konnte man sich dann gemütlich auf die Terrasse legen und sich die Morgensonne auf den Bauch scheinen lassen. Ein Traum.

Generell kann man sagen, das in diesem Teil von Big Island Vormittags fast immer schönes Wetter ist. So ab 14 Uhr zieht es dann meistens etwas zu. Pünktlich um 16 Uhr kommt das Naturbefeuchtungsprogramm zur Anwendung. Um 17 Uhr ist der Spuk vorbei und man kann den Grill anwerfen.

Das Haus ist weitesgehend autark. Strom wird durch die Solarplatten am Dach über den Tag in Akkus gespeist. Dies genügt um problemlos davon zu leben. Kühlschrank, Mikrowelle, Licht – alles elektrisch. Und alles wird mit dieser Solaranlage betrieben. Es gibt keinen Anschluß an das öffentliche Stromnetz. Für den Notfall gibts noch einen kleinen Benzin Generator im Nebengebäude. Den haben wir aber nie benötigt. Selbst an Tagen mit wenig Sonne genügt die Leistung.
Warmes Wasser und der Herd werden mit Gas betrieben. Dazu sind zwei große Gasflaschen in einem begrüntem „Erdloch“ im Garten versteckt. Hier kommt man mit einer Flasche ca. 2 Wochen aus. Danach schaltet man auf die zweite um. Sind die Flaschen leer schmeißt man sie auf die Ladefläche seines Pickups und fährt man damit zur Tankstelle und füllt sie wieder auf. Ganz normales vorgehen.
Einzig das Wasser kam aus einer zentralen Versorgung. Man konnte dies problemlos trinken. Abwasser ist auch an das zentrale Netz angeschlossen.

Das soll’s erstmal gewesen sein. Fortsetzung folgt 🙂

4 Comments

    • Hallo Dirk,

      es waren schon noch ein paar Häuschen drum rum. Aber zu keinem hatte man sicht- bzw. hörkontakt. Man war wirklich weitesgehend von der Außenwelt getrennt.
      Handy funktioniert natürlich. Zum telefonieren habe ich die deutsche O2 Karte genutzt. Das ging problemlos. Für Internet habe ich mir eine amerikanische Prepaid Karte für einen Monat 3G / umbegrenzte Datenmenge zugelegt. Hat so 70€ gekostet. Und das hat auch funktioniert. Im Haus selbst gibt's natürlich kein Internet.

  • Wie habt ihr Euch versorgt? Kann man da morgens "zum Bäcker gehen"? Oder musste Lars erst mal Fische fangen und Tiere erlegen während Dani Beeren gesammelt hat? 😉

  • Dirk, wir waren auf Hawaii. Ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Und nicht im Kongo. Natürlich kann man da zum einkaufen fahren. Sogar noch Nachts um 10. Klar muss man dann 15 Minuten rumzuckeln. Man ist ja nicht direkt in einer Stadt. Aber Verpflegung ist absolut kein Problem. 🙂

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