Ganz wie Ihr es gewohnt seit gibt es jetzt an dieser Stellen einen Reisebericht in Wort und Bild von unserer letzten, noch frischen, Reise.
Diesmal hat es uns in den 50. Budesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika getrieben – nach Hawaii, einer Inselkette im Pazifischen Ozean.
Hawaii setzt sich im wesentlichen aus 8 größeren Inseln zusammen. Hier mal eine Liste von West nach Ost.

Ni’ihau
Kaua’i
O’ahu
Moloka’i
Lana’i
Kaho’olawe
Maui
Hawai’i
(in den weiteren Texten verzichte ich der Einfachheit halber auf die Strichlein in den Namen)

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Hierbei gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Die Insel Niihau gilt auch als „verbotene Insel“. Bewohnern anderer Hawaii Inseln und natürlich auch Touristen ist der Zutritt zu dieser Insel verboten. Jegliche Kontaktaufnahme mit den dort lebenden Menschen ist wohl untersagt. Ebenfalls eine Sonderstellung nimmt die Insel Kahoolawe ein. Diese ist komplett unbewohnt. Bis 1990 wurde die Insel vom US Militär als „Bombeninsel“ (so nennt sie meine Frau) verwendet. Sie wurde zur Zieldarstellung, quasi als Schießplatz, für Navy und Air Force genutzt. Die Insel ist bei Heute noch unbewohnt.
Die anderen 6 Inseln sind mehr oder weniger bewohnt und werden auch für den Tourismus genutzt. Die größte Stadt Hawaii’s ist, wie konnte es anders sein, Honolulu auf der Insel Oahu. Aber um sich Städte anzusehen kommt man eigentlich nicht nach Hawaii. Seltsam kommt einen die von Hochhäusern geprägte Skyline von Honolulu am Waikiki Beach vor. Die Hawaiianer sind auch nicht wirklich stolz auf Waikiki. Entsprechend findet man immer wieder mal in Ortsangaben oder sonstigen Beschreibungen den Satz „…far away from Waikiki…“.
Jetzt noch kurz ein paar Worte zur Anreise an sich. Das Hawaii nicht über die kürzeste Anreisestrecke von Deutschland aus verfügt sollte jedem Klar sein. Da es sich zu ziemlich genau auf der anderen Seite der Erdkugel befindet, macht man mit Hin- und Rückflug so ziemlich eine Erdumrundung voll. Entsprechend gestaltet sich auch die Flugzeit. Die reine Flugzeit beträgt, je nach Wind und Wetter, ca. 18 – 20 Stunden. Da es aber keine Direktflüge von Europa nach Hawaii gibt kommt man ums Umsteigen nicht drumherum. In unserem Fall war dies in London und Los Angeles. Dadurch hat sich die Reisezeit dann auf 25 Stunden erweitert. 2 Stunden Umsteigezeit sind in jedem Fall das Minimum für Flüge in die USA. Bereits in London hat die Zeit gerade so gereicht. Für Flüge in die USA wird man dort derzeit zwei mal durchgecheckt und kontrolliert. Einmal an den herkömmlichen Kontrollen. Diese muss man auch nochmal durchlaufen wenn man nur umsteigen will. Und dann dauert das Boarding ca. 1,5 Stunden da jeder nochmal persönlich abgetastet wird, das Handgepäck wird nochmals durchsucht. Naja, man kann auch übertreiben. Ein weiterer Höhepunkt folg dann nach der Landung in Los Angeles, bei der Einreise in die USA. Dort darf man sich nach dem Verlassen des Flugzeuges erstmal den Einreiseformalitäten annehmen. Von genausten Überprüfungen bis hin zu Foto und Fingerabdrücken ist alles dabei. Das man auch hier schon locker mal 1,5 Stunden in der Schlange steht versteht sich von selbst. Zu allem Überfluß muss man nach der Einreise in die USA sein Gepäck abholen, überprüfen lassen um es danach für den Anschlussflug wieder neu einzuchecken. Diese Prozedur dauert nochmal einiges an Zeit. Anschließend darf man dann schleunigst das Gate für den Weiterflug suchen wo man natürlich nochmal einem Sicherheitscheck unterzogen wird. Alles in allem sind hier 2 Stunden Umstiegszeit schon zu wenig. Der Flieger nach Hawaii flog zum Glück aber auch nicht pünktlich. Somit hat es dann alles geklappt, wenn auch mit jeder Menge Rennerrei und Hetzerrei. Wichtig hierbei ist das man immer daran denkt das man den Koffer NIEMALS abschließt. Er wird mit 99%iger Sicherheit kontrolliert. Entweder sie bekommen die Schlösser auf oder sie zerstören die Schlösser. Das sollte man vor Einreise bedenken. Im schlimmsten Fall können Sie einem deswegen die Einreise verbieten. Also bei Reisen in die USA einfach den Koffer nicht abschließen, einen Gurt um den Koffer damit er nicht aufgehen kann und fertig. Alles in allem ist die Anreise dadurch doch relativ stressig. Auf dem Rückweg hat sich das Ganze durch unserem 2 tägigen Zwischenstopp in Los Angeles um einiges entzerrt und war auch angenehmer.
Kurz ein Wort zu den Fluggesellschaften mit welchen wir unterwegs waren. Den größten Teil der Strecke (München-London-LA uns zurück)durften wir „very British“ erleben. Kostentechnisch war ja die beste Lösung ein Flug mit British Airways. Ob ich dies noch einmal tun würde muss ich mir genau überlegen (wobei der Preisunterschied von ca. 500€ pro Person schon beachtlich war). Das Personal ist nicht wirklich immer  freundlich, das Essen an Bord gelinde gesagt eine Zumutung. Besonders negativ stellte sich aber der Flug über London Heathrow dar. Dieser, scheinbar permanent überlastetet, Airport ist eine Katastrophe. Das geht los das man ohne irgendwelche sinnlosen Warteschleifen garantiert nicht zur Landung kommt. Man kreist, und kreist, und kreist – mal links und mal rechts herum. Sowas habe ich noch nie erlebt. Und das Ganze sowohl beim Hinflug aus München kommend sowie beim Rückflug aus LA kommend. Das Personal am Flughafen ist unfreundlich, die Ausschilderung eine Katastrophe. Am Infoschalter von British Airways möchte man sich nach dem Abfluggate erkundigen da dies nicht auf den Anzeigetafeln steht (und das 20 Minuten vor Abflug – als eigentlich schon das Boarding beginnen sollte). Klar das man da auch mal nachfragt. Aber die Damen waren eher an Ihrem eigenen Gespräch interessiert. Man sagte uns wir sollen die Anzeigetafeln beachten. Irgendwann wird da schon was erscheinen. Also Britisch Airways ist wohl nicht mehr meine erste Wahl. Dann gab es einen Flug mit American Airways. Naja, hier ging alles recht spartanisch zu. Nicht mal einen kleinen Snak gabs auf dem 6 Stunden Flug. Kaufen hätte man es können – mit 10$ für einen  Packung Erdnüsse wäre man dabei gewesen. Da haben wir lieber gehungert. Ganz gut waren die Flüge mit Hawaiian Airways. Selbst auf den 20 Minuten Hüpfern bekommt man was zu trinken. Das Personal ist durchaus freundlich. Da kann man getrost mitfliegen.
So, dies erstmal als kleine Einleitung. Nachher geht’s weiter in Bild und Wort

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