Ich habe mich dazu entschlossen noch einmal Teile älterer Berichte neu zu beleben.
Nachdem ich ja bereits eine Serie unseres ersten Hawaii Besuches aus dem Jahre 2010 neu erstellt habe, möchte ich jetzt mit einigen neuen Bildern und Berichten unseres Besuches aus dem Jahre 2013 fortfahren.

Heute möchte ich doch noch über ein neues Thema berichten. Darüber habe ich hier noch nichts geschrieben.
Es geht um den  Papakolea Green Sand Beach. Oder eben einfach nur Green Sand Beach.
Dieser befindet sich ziemlich am Südzipfel der Hawaii Insel Big Island. Ganz in der Nähe des South Point, dem südlichsten Punkt der Vereinigten Staaten.
Um zum Green Sand Beach zu kommen gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit. Man muss, egal ob aus Richtung Kona oder Hilo kommend, den Hwy11 nehmen und in Waiohinu auf die South Point Road abbiegen. Über diese, teilweise nur einspurige, Straße kommt man direkt (ca. 12 Meilen) zum South Point und auch zum Startpunkt für die Wanderung zum Green Sand Beach.
Richtig gelesen. Zum Green Sand Beach muss man wandern. Dieser Stand liegt im Nirgendwo. Mit einem Offroad Fahrzeug mit großer Bodenfreieheit kann man es zwar auch mit dem Auto schaffen. Es wird auch von Einheimischen angeboten. Dann wird man auf die Ladefläche von Pickups mit Ballonreifen verfrachtet und wird zum Green Sand Beach gefahren.
Mehr Spaß macht aber, meiner Meinung nach, die Wanderung am frühen Morgen. Da fährt keiner und man trifft auch kaum eine Menschenseele.
Wie man auf den Bildern sehen kann ist dort nur Steinwüste, Grasland das Meer und viel Wind. Von daher gibt es einiges für die Ausrüstung zu beachten.
Zuerst mal sollte man festes Schuhwerk tragen. Es sind nun mal ~6km unbefestigte Wege die man one-way zurücklegen muss. Ganz wichtig ist auch die Sonnencreme. Es gibt auf der ganzen Strecke keinen Baum, keinen Strauch – gefühlt nicht einen Meter Schatten. Also ist auch eine Mütze durchaus zu empfehlen wenn man etwas empfindlicher ist. Ausreichend Wasser ist Pflicht und auch etwas essbares ist von Vorteil. Wichtig ist auch eine Sonnenbrille. Zum einen ist es extrem Hell auf dem Weg. Zum anderen weht ein kräftiger Wind vom Wasser her. Da macht sich die Brille als Schutz ganz gut.
Abgesehen von diesen Randbedingungen ist der Weg nicht wirklich beschwerlich. Es geht ab und zu etwas bergauf und ab und zu mal bergab. Aber alles im gemäßigten Rahmen. Klar, auf dem Sand ist es ab und zu etwas rutschig und die Steine haben ganz schön spitze Kanten und Ecken. Deswegen auch festes Schuhwerk.
Hat man den Weg hinter sich gebracht erwartet einen der Green Sand Beach. Durch den extrem hohen Olivin Anteil hat der Sand eine grüne Färbung. Je nach Sonneneinstrahlung mal mehr grün oder gelblich. Auf jeden Fall irgendwie abgefahren.
Der Strand ist auch die größte Herausforderung der ganzen Strecke. Hier gibt es keinen Weg nach unten zum Wasser man muss den steilen Hang quasi irgendwie herunterrutschen. Der Sand ist lose. Also oben die Schuhe ausziehen und barfuß runter den Hang. Festhalten ist nicht. Einfach Augen zu und durch.
Das Ganze ist ein wunderschöner Ort. Das grün-blaue Meer, der blaue Himmel und der grüne Sand. Einfach toll. Ein wunderschöner Ort zu entspannen und genießen.
Der Rückweg ist der selbe wie der Hinweg. Nur mit dem Unterschied, das es jetzt noch heißer war. Wir sind zur Wanderung bereits um kurz vor 8 aufgebrochen. Der Rückweg erfolgte dann so um 11. Da brennt die Sonne schon gewaltig. Obwohl es sich durch den ständigen Wind gar nicht so heiß anfühlt.
Gesamt waren wir so ca. 4 Stunden unterwegs. Mit An- und Abreise von/nach Pahoa ist dieser Ausflug dann durchaus als tagesfüllend anzusehen.

Meine Empfehlung. Wirklich sofort in der früh starten. So das man zwischen 7 und 8 Uhr loslaufen kann. Dann lässt sich der Green Sand Beach noch fast alleine genießen. Ab 10:30Uhr treffen die ersten Offroad Fahrzeuge mit geführten Touren da ein. Dann wird es etwas voller. Zwar nicht wirklich überfüllt und viele trauen sich auch den Hang zum Strand nicht runter. Aber mit der Ruhe ist es vorbei.

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