Am fünften Tag unserer Karibikkreuzfahrt im Januar 2015 mit der AIDAbella besuchten wir Belize.

Zuerst mal stellte sich die Frage „Was ist Belize“? Ich muss gestehen. Ich habe vorher noch nicht wirklich etwas davon gehört. Völlig anders als zum Beispiel Jamaika oder Grand Cayman. Das kannte man wenigstens irgendwie. Aber Belize?

Da es sicher den meisten so geht will ich einmal kurz auf Belize eingehen. So ein paar Eckdaten nennen. Belize ist ein Staat in Zentralamerika. Er grenzt im Norden an Mexiko. Der Rest ist umgeben von Guatemala.
Damit ihr mal ein Bild von dem Land bekommt hier mal eine kleine Landkarte.belize_pol_03

 

 

 

 

Es ist eine ehemalige britische Kolonie. Einigen sagt vielleicht der frühere Name Britisch-Honduras noch eher etwas als Belize.
Belize ist ein relativ kleines Land. Es ist in etwa so groß wie zum Beispiel das Bundesland Hessen. Rund 22.000km². Dabei hat Belize aber nur rund 325.000 Einwohner. Um bei Hessen als Vergleich zu bleiben. Dort sind es knapp 6 Millionen Einwohner.
Die Hauptstadt hört auf den Namen Belmopan und hat gerade mal 17.000 Einwohner.

Was gibt es besonderes und schönes in Belize?
Regenwald, Mangroven, Sumpfland und Orchideen. Über 50% der Fläche von Belize stehen unter Naturschutz. Ein besonderes Schmankerl findet man vor der Küste des Landes. Jeder kennt, oder hat zumindest schon davon gehört, das Great Barrier Reef vor der Nordküste Australien. Das größte Korallenriff der Erde. Und jetzt dürft ihr raten, wo das zweitgrößte Korallenriff der Erde ist. Richtig, vor der Küste von Belize. Dadurch entstanden und Geschützt sind über 1000 kleine Inseln entlang der Küste von Belize. Dieser Bereich zählt zu den Tauch- und Schnorchelparadiesen unserer Erde. Besonders bekannt ist hier das Great Blue Hole.

Dieses vorgelagerte Riff macht auch die Anreise mit dem Kreuzfahrtschiff nach Belize City durchaus interessant. Es ist nicht möglich einfach gerade auf den Hafen zuzufahren. Wenn man aus Norden kommt fährt man erst einmal im Abstand von ca. 15 Seemeilen an Belize City in Richtung Süden vorbei. Danach dreht das Schiff Richtung West und fährt im Zickzackkurs auf genau festgelegter Strecke mit niedriger Geschwindigkeit durch das Riff. Dabei kann man traumhafte kleine Inselchen sehen. Ist das Riff durchfahren dreht das Schiff wieder Richtung Nord und nimmt Kurs auf Belize City. Dort wird dann ca. 2 Seemeilen vor Land geankert und man wird mit Tenderbooten an Land gebracht. Die Tiefe reicht hier nicht mehr aus um mit einem Kreuzfahrtschiff in den Hafen zu fahren. Somit ist die Einfahrt nach Belize die längste auf der ganzen Reise. Vom Aufnehmen des Lotsen bis zum erreichen des Liegeplatzes vergehen ca. 2 Stunden. Jedoch ist es eine Wunderschöne langsame Seefahrt und die Zeit vergeht wie im Flug.

Was haben wir nun in Belize gemacht. Eigentlich wollten wir eben diese Unterwasserwelt beim Schnorcheln vor Belize erkunden. Da Dani aber noch nicht in’s Wasser durfte (wegen dem gebrochenem Handgelenk) wurde aus dem Wasserausflug nichts.
Wir haben uns dann für einen Ausflug in den Regenwald am Belize River entschieden.
Am Hafen wurden wir von einem Bus abgeholt. Sehr interessantes Fahrzeug. Aber gut. Es hat uns ans Ziel gebracht. Es begann quasi erstmal eine kleine Stadtrundfahrt durch Belize City. Die Stadt erinnert einen sehr an die amerikanischen Südstaaten, vom Baustil vieler Häuser her. Uns hat es durchaus gefallen da.
Danach ging es entlang des Belize River ins Landesinnere bis hin zum Ausgangspunkt unserer kleinen Regenwaldtour. Wir hatten strahlenden Sonnenschein und an die 30 Grad. Gefühlte 90% Luftfeuchtigkeit. Es hatte die letzten 48 Stunden durchgehend geregnet und dementsprechend war auch die Beschaffenheit der Wege durch dem Wald.
Aber damit kann man ja in einem Regenwald durchaus rechnen. Denkt man jedenfalls. Es gibt aber auch Experten die eine solche Tour mit weißer Hose, weißen Socken und weißen Sandalen starten. Nur um sich dann am Ende bei der armen belizianischen Reiseleiterin in einem Mix aus Deutsch und Englisch furchtbar über den Zustand der Wege und den ganzen Schmutz zu beklagen. Naja, da kann man nur den Kopf schütteln.
Auf jeden Fall hatten wir festes Schuhwerk an und hatten einen wunderschönen Ausflug. Unzählige Pflanzen, Bäume, Palmen und weis der Geier was es da so alles gibt. Einfach nur schön. Man muss das live sehen und erleben. Man kann das nicht wirklich mittels Fotos oder Videos rüber bringen.

Unterm Strich ist dieses kleine fleckchen Erde durchaus mal ein eigene Reise wert. Man kann in Belize durchaus mehr als einen Tag verbringen. Jedoch ist eben auch die Anreise nicht ganz einfach. Es gibt keinerlei Flugverbindungen nach Europa. Hier muss man erst mal, am besten, in die USA und von da dann weiter nach Belize. Also etwas umständlich und immer mit einem zusätzlichen Reisetag verbunden. Aber ich kann mir vorstellen das wir das irgendwann mal machen.

Zum Abschluss wieder die obligatorischen Bilder. Nix besonderes. Aber wenigstens mal ein paar Impressionen.

 

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